Wirbel um Rundschreiben im Wilhelminenspital: Impfverweigerern droht Verlust des Arbeitsplatzes – Unzensuriert

Im Wiener Wilhelminenspital wird auf das medizinische Personal Druck ausgeübt, damit sie sich gegen ihren Willen impfen lassen.

Foto: DarkoStojanovic / pixabay.com
Wirbel um Rundschreiben im Wilhelminenspital: Impfverweigerern droht Verlust des Arbeitsplatzes

Zuerst war das Testen freiwillig, heute kann man nicht einmal mehr zum Friseur gehen, ohne sich in die Nase fahren zu lassen. Dann hieß es, es werde keinen Impfzwang geben – doch häufen sich Meldungen, wonach mit dem Verlust des Arbeitsplatzes gedroht wird, wenn man sich nicht gegen das Coronavirus impfen lässt.

Verpflichtender Antigentest für Spitalsbesuch

Aktuell sorgt ein Rundschreiben im Wiener Wilhelminenspital für Aufregung. Nach einer Abteilungsbesprechung ging am 19. Februar eine Mail „an alle Mitarbeiter des ärztlichen und Pflegedienstes inkl. aller anderen Berufsgruppen der Stationen“. In den insgesamt sechs Punkten kommt nicht nur zutage, dass es für Covid-Patienten ausreichend Platz gibt, sondern hier werden auch die Besuchsregeln festgelegt, etwa, dass die Angehörigen der Patienten kontaktiert werden. Ab Montag sei ein Besuch im Krankenhaus nur noch mit einem negativen Antigentest gestattet.

“Anhaltendes Arbeiten” ohne Imfpung nicht vertretbar

Wirklich interessant ist der Punkt sechs in diesem Schreiben, der lautet:

Dringliche Motivation des gesamten Personals die Schutzimpfung in Anspruch zu nehmen, da es aus medizinischer Sicht praktisch keine (anhaltende) Kontraindikation gibt. Einzelne Pfizer-Slots sind nach Rücksprache mit Prof. Gschwantler noch in den nächsten Tagen verfügbar. Falls Impfverweigerung, bestehen aus ärztlicher Sicht Zweifel, ob ein anhaltendes Arbeiten in derart exponierten Bereichen (wie an unseren Bettenstationen gegeben) im Sinne des PatientInnenschutz (und auch Eigenschutz) verantwortbar und somit vertretbar ist.

Europarat sprach sich gegen Impfzwang aus

Impfverweigerung als Kündigungsgrund? Ob das arbeitsrechtlich gedeckt ist, kann wohl stark bezweifelt werden. Doch der Druck auf die Spitalsmitarbeiter wird anscheinend immer größer, sich gegen ihren Willen Impfungen unterziehen zu müssen. Dabei hat sich erst vor wenigen Wochen die wichtigste menschenrechtliche Organisation, der Europarat, mit einer Resolution gegen einen Impfzwang ausgesprochen. Diskriminierung, etwa am Arbeitsplatz, oder ein Verbot von Reisen für Nichtgeimpfte sind damit menschenrechtlich fragwürdig. Unzensuriert hat darüber ausführlich berichtet.

Krankenhaus / medizinisches Personal

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link