Gesundheitsminister Anschober droht Nichtgeimpften indirekt mit einem “speziellen Umgang” nach dem Sommer. Über Impfprivilegien soll laut seinen Wünschen die EU entscheiden.

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Wirbel um Aussage von Anschober zu Impfprivilegien: Mit Nichtgeimpften künftig „verantwortungsvoll“ umgehen

Große Aufregung herrscht einmal mehr um Gesundheitsminister Rudolf Anschober von den Grünen und eine von ihm getätigte Aussage. Im Zuge der Debatte rund um Privilegien für Menschen, die gegen das Coronavirus geimpft wurden, meinte der grüne Minister, dass man nach dem Sommer mit Nichtgeimpften “verantwortungsvoll umgehen müsse”. Viele erboste Internetnutzer sahen in der Aussage eine verbale Degradierung von Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen.

Anschober deutet Impfprivilegien an

Der Vergleich Anschobers erinnert dabei an den Umgang mit Tieren, die man angesichts ihrer Unmündigkeit “verantwortungsvoll behandeln müsse”, so etwa die Kritik eines Bürgers. Andere fragen wiederum, wie dieser “verantwortungsvolle Umgang” dann in der Praxis aussehen werde. Konkret sagte Anschober:

Bis Sommer soll es für alle ein Impfangebot geben, danach gelte es, mit den Nichtgeimpften „verantwortungsvoll“ umzugehen.

Hintergrund der Aussagen ist die Debatte rund um eine “Strategie für das Leben mit dem Virus”, die Anschober bis April in einem “Arbeitsprozess” ausarbeiten lassen möchte. Der Frage nach Impfprivilegien, wie etwa in Israel, wich der Gesundheitsminister aus, wobei er betonte, dass er eine “europäische Entscheidung” diesbezüglich begrüßen würde. Bedeutet im Klartext: Man wartet auf eine EU-Vorgabe, die Menschen mit Impfungen Privilegien zuspricht, um nicht selbst als Sündenbock dastehen zu müssen.

Rudolf Anschober

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