Hygiene Austria soll FFP2-Masken aus China zu “Made in Austria” umetikettiert haben. Noch im Februar kritisierte der Firmenchef im Fernsehen den Einsatz von Masken aus China in Österreich.

Foto: WiR_Pixs / pixabay.com
Hygiene-Austria-Chef Wieser noch im Februar: Kauf von Masken in China “unverständlich”

Der Skandal rund um chinesische Billig-Atemschutzmasken, die von der Firma “Hygiene Austria” angeblich als in Österreich hergestellt umetikettiert wurden, ist um eine Farce reicher. Denn der Chef des Unternehmens, Tino Wieser, behauptete noch Anfang Februar in einem TV-Interview theatralisch, dass für ihn ein Kauf von Masken aus China einfach “unverständlich” sei.

Entlarvt sich Wieser als Lügner?

In einem Beitrag des TV-Senders Puls24 wurde Anfang Februar kritisch hinterfragt, warum in Österreich auch FFP2-Masken aus China von der schwarz-grünen Bundesregierung bestellt und zum Einsatz kommen, wo es doch in Wiener Neudorf mit Hygiene Austria eine österreichische Firma gebe, die über die gesamten Kapazitäten verfüge und die Nachfrage stillen könnte.

Dafür wurde Firmenchef Wieser interviewt und wörtlich sagte dieser damals (Originalbeitrag auf seiner Facebook-Seite):

Gerade jetzt, wir haben so viele Arbeitslose,… Wir stehen vor der größten Wirtschaftskrise nach dem 2. Weltkrieg und dann nimmst du das Geld und kaufst in China Masken. Das ist für mich gänzlich unverständlich.

Sollten sich die Vorwürfe nun bewahrheiten, wirft dies jedenfalls kein gutes Licht auf die Glaubwürdigkeit des Firmenchefs, in dessen Unternehmen auch engste Vertraute von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) tätig sind.

FFP2-Maske

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