FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl als gefeierter Held einer Freiheitsbewegung, die immer mehr Fahrt aufnimmt. Der ORF möchte das offenbar nicht sehen.

Foto: unzensuriert
Bericht über Corona-Demo: ORF hörte „antisemitische Kommentare“

Wie kann ein Bericht über die regierungskritische Demonstration im ORF schon ausfallen? Richtig: So negativ wie nur möglich und mit Unterstellungen, gegen die man sich nicht wehren kann.

ORF zählte nur tausende Teilnehmer

Zuerst war der ORF einmal bemüht, die Teilnehmerzahl der Freiheits-Demonstration am Samstag klein zu reden. Der Staatsfunk – und diese Bezeichnung war noch nie so treffend – zählte „tausende Teilnehmer“. Offenbar war kein Redakteur vor Ort, sonst hätte dieser gesehen, dass es nicht Tausende waren, sondern Zehntausende, die mit „Kurz muss Weg“-Rufen vom Heldenplatz zum Prater spazierten – trotz Barrikaden, die die Polizei aufbaute, um den Weg zur Abschlusskundgebung der FPÖ zu erschweren.

ORF-Redakteur nahm antisemitische Kommentare wahr

Ziemlich fies geht es dann weiter in diesem ORF-Bericht, in dem es heißt:

Die EU-Gesundheitspolitik sei ein „gleichgeschaltetes Machtspiel“, denn „die da oben wollen uns beherrschen“, ließ Kickl wissen und sprach auch den Besuch von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Israel wegen der Impfstoffe am Donnerstag an: Dort herrsche eine „Gesundheitsapartheid“, das Land sei gegenwärtig eines der „Unfreiheit“. Einige antisemitische Kommentare waren daraufhin aus dem Publikum zu vernehmen.

Das muss man sich einmal trauen als Journalist, einfach zu behaupten: „Einige antisemitische Kommentare waren daraufhin aus dem Publikum zu vernehmen“. Das kann jeder hinschreiben, ob es wahr ist oder nicht. Einen Beweis zu finden, dass es diese Kommentare gegeben hat, wird schwer, und dass es sie nicht geben hat, wohl auch.

Statt Antisemitismus israelische Fahnen

Wer vor Ort war, hörte keine antisemitischen Töne. Im Gegenteil sogar, es waren israelische Fahnen zu sehen, die Demo-Teilnehmer in die Höhe hielten. Das berichtete der ORF nicht. Dafür sah der ORF unter den rund 50.000 Menschen auch Vertreter der rechten Szene, wie „die rechtsextremen Identitären und den verurteilten Neonazi Gottfried Küssel“. Welch scharfes Auge die ORF-Mitarbeiter doch haben – oder hat der Schreiberling dieses Berichts einfach einen Stehsatz von den vorigen Artikeln über Corona-Demonstrationen verwendet?

Unzensuriert brachte Video-Bericht

Wie es wirklich war auf der eindrucksvollen Demonstration am Samstag in Wien, davon kann sich jeder selbst ein Bild machen, wenn er die Videos und Bilder der Veranstaltung im unzensuriert-Bericht „Zehntausende Menschen bei der bisher größten Freiheits-Demonstration in Wien“ ansieht. Bilder sagen ja mehr als Worte und überführen Märchenerzähler manchmal sogar der Lüge.

Herbert Kickl / Demo Prater

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