Kein Sturm auf Versicherungsgebäude, Demo-Teilnehmer wollten nur nach Hause – Unzensuriert

Bei der Demo am Samstag waren nicht alle Polizisten in einen Topf zu werfen – es gab gute und bösartige Beamte. Im Parkhaus des Versicherungsgebäudes ging die Aggressivität von der Polizei aus.

Foto: Alois Endl
Kein Sturm auf Versicherungsgebäude, Demo-Teilnehmer wollten nur nach Hause

Mainstream-Medien verbreiten derzeit die Meldung, dass Demonstrations-Teilnehmer am Samstag in der Oberen Donaustraße 49-51 in Wien das Versicherungsgebäude der Wiener Städtischen gestürmt hätten. Daran gibt es allerdings massive Zweifel.

Kein “Parlaments-Sturm”

Die Nachricht soll von ÖVP-Innenminister Karl Nehammer stammen. Aber der hat ja schon bei der Corona-Demo im Jänner fälschlich behauptet, dass die friedlichen Menschen, die über den Wiener Ring spazierten, versucht hätten, das Parlament zu “stürmen”. Es gab in Zeiten, wo alles ständig mittels Smartphones mitgefilmt wird, nie auch nur einen Beweis dafür – aber die regierungsabhängigen Medien berichteten trotzdem brav darüber.

Und das passierte jetzt wieder. Dieselben Medien hatten nur ein Ziel: Die Veranstaltung schlechtzuschreiben. Es war kein Wort darüber zu finden, dass zehntausende Menschen (laut neuesten Meldungen sollen es sogar 100.000 gewesen sein) friedlich durch die Straßen Wiens spazierten. Erst am Abend, nach einer offiziell genehmigten Veranstaltung der FPÖ im Prater, gingen die Menschen nach Hause und wurden plötzlich von Polizeieinheiten eingekesselt, sodass eine Gruppe von Menschen versuchte, der Polizei-Eskalation über eine Parkgarage auszuweichen, da war dann vom „Sturm auf ein Versicherungsgebäude“ die Rede.

Genauer Tathergang nicht bekannt

Wäre das nicht schon genug falscher Darstellungsversuche, tauchte nun ein wirkliches Opfer für die Journalisten-Zunft auf: Ein Wachmann soll beim Eindringen der vor der Polizei flüchtenden Menschen schwer verletzt worden sein. Beweise dafür: bisher wiederum keine.

Unzensuriert fragte bei der Sicherheitsfirma REIWAG, wo der Wachmann beschäftigt ist, nach, ob über den Vorfall etwas bekannt sei. Geschäftsführer Viktor Wagner meinte, dass man den genauen Tathergang nicht kenne, man warte selbst auf den Polizeiakt, in dem das dann sicher drinnenstehen werde. Dass der Wachmann vielleicht sogar Opfer des Einschreitens der Polizisten wurde, stand auch im Raum. Möglich wäre auch, dass er unglücklich gestürzt ist.

Medien-G’riss um verletzten Wachmann

Wagner sagte, dass der Wachmann einen Schien- und einen Wadenbeinbruch erlitten habe und am Montag erfolgreich operiert worden sei. Viele Medien seien bei ihm schon vorstellig geworden, unter anderem auch der ORF, die mit dem Mann sprechen wollen. Auch der SPÖ-Bezirksvorsteher des zweiten Bezirks möchte den Wachmann im Spital besuchen.

Aggressive Polizisten auf Videos zu sehen

Von wem der Wachmann tatsächlich so schwer verletzt wurde, konnte er nicht sagen. Inzwischen tauchen aber immer mehr Videos auf, die aggressive Polizisten zeigen. Sie stürmen in das Parkhaus und rennen willkürlich Personen um. Auf einem Video, das Report24 veröffentlichte, ist auch zu sehen, wie ein Mann verletzt liegenbleibt. Die angeblich so gewaltbereiten Kundgebungs-Teilnehmer kommen ihm zu Hilfe und bitten die Polizei, doch eine Rettung zu verständigen.

Augenzeugen und Videos belegen: kein Sturm auf Gebäude

Zahlreiche Zuschriften von Demo-Teilnehmern, die in diesem Polizei-Kessel gefangen gehalten wurden, belegen: Es gab keinen Sturm auf das Versicherungsgebäude. Die Teilnehmer, von denen viele Ortsunkundige aus den Bundesländern waren, wollten lediglich so rasch wie möglich aus dem Polizei-Kessel raus und zu ihren Autos. Dabei vermuteten sie, dass es einen Durchgang durch das Versicherungsgebäude geben könnte. Und als das Gittertor  von Innen (!) geöffnet wurde, nutzten sie die Gelegenheit um diesen vermeintlichen Durchgang zu verwenden. Wie das auch im folgende,mVideo von FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl klar herausgearbeitet wurde.

Demo Wien 6.3.

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