Die ÖVP versucht, mit bösartigen Geschichten die gesamte, zehntausende Menschen starke Protestbewegung vom vergangenen Samstag verächtlich zu machen. Und die Medien spielen eifrig mit – sie werden ja laufend mit fetten Regierungs-Inseraten gefüttert.

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Wettrennen der Medien, wer den miesesten Journalismus für die Regierung macht

Leser von Mainstream-Medien bekommen dieser Tage den Eindruck, als würde es ein Wettrennen um den miesesten Journalismus im Auftrag der schwarz-grünen Bundesregierung geben. Heute, Mittwoch, legte die Kronen Zeitung dahingehend einiges vor.

Krone setzt Kickl bewusst ins schlechte Licht

Seit Tagen offensichtlich auf der Suche, um die Corona-Samstags-Demo und FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl verächtlich zu machen, stieß die Krone auf ein Interview, das Kickl einem Reporter gab. Einem Reporter, der ihm auf der Veranstaltung, wie viele andere Journalisten auch, Fragen gestellt hatte. Jetzt berichtet die Kronen Zeitung, dass es sich bei diesem Mann, der Kickl interviewte, um einen Reporter handle, der bereits wegen Wiederbetätigung angezeigt worden wäre.

Der Artikel ist so weit an den Haaren herbeigezogen, dass sich der Verfasser des Artikels wohl schämte, seinen Namen darunter zu setzen, wie es sonst bei der Kronen Zeitung üblich ist. Diesmal stand als Autor lediglich der Name der Zeitung dort. Auch das ist bezeichnend.

Logische Erklärung von Kickl

Dazu fand Kickl auf seiner Facebook-Seite klare Worte:

Ich habe an diesem Tag zahlreichen Stellungnahmen gegenüber Personen, die als Journalisten oder Blogger aufgetreten sind, abgegeben. Weder für die Kundgebung am Heldenplatz, noch für die Veranstaltung im Prater gab es eine Akkreditierungspflicht für Medienvertreter. Herr Bauer war mir weder namentlich, noch persönlich bekannt und er hat sich – wie im Übrigen viele andere auch, die eine Frage hatten – auch nicht vorgestellt. Die Vorstellung, jeden, der bei solchen Veranstaltungen ein Selfie oder ein Video mit mir möchte, sofort auf Herz und Nieren durchleuchten zu können, ist lebensfremd. Verantwortlich ist man für das, was man selbst sagt, und nicht für das, was das Gegenüber sagt bzw. für dessen anderswo getätigte Aussagen. Hätte mich ein Journalist der Kronen Zeitung gefragt, so hätte er von mir dieselbe Antwort bekommen.

Mieses Spiel der Medien

Die ÖVP versuche mit derartigen Geschichten, die gesamte, zehntausende Menschen starke Protestbewegung vom vergangenen Samstag verächtlich zu machen. Und die befreundeten Medien würden eifrig mitspielen, so Kickl.

Wie berichtet, hat auch die Gratiszeitung Heute anscheinend einen Journalisten, der aus der ÖVP-Medienakademie kam, zur miesmachenden Berichterstattung abkommandiert.

Interessant dabei ist nur, dass beide Blätter, Kronen Zeitung und Heute, als Kickl noch Innenminister war, ständig „bettelnd“ um Inserate in der Herrengasse angeklopft hatten. Jetzt bekommen sie die teuren Werbeeinschaltungen von einer anderen Stelle – und tanzen, wie es aussieht, nach deren Pfeife.

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