Immer öfter tauchen bei Kriminellen Schusswaffen auf – nicht nur Schreckschusspistolen, wie ein gestriger Zwischenfall mit bewaffneten Balkanesen in einem Wiener Park zeigt.

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Kriminalstatistik 2020: Noch immer 40 Prozent Ausländer-Anteil, Gewaltbereitschaft hoch

Stolz präsentierte der Innenminister heute, Donnerstag, die Kriminalstatistik für das Jahr 2020, wo angesichts der rigorosen Corona-Maßnahmen ein deutlicher Rückgang vieler Strafdelikte zu verzeichnen war (abgesehen von Internet-Kriminalität und illegaler Einwanderung, die beide um zweistellige Prozentraten deutlich anstiegen, sowie Wegweisungen nach häuslicher Gewalt). Bei den Gewaltdelikten insgesamt gab es zwar einen Rückgang – allerdings von einem hohen Niveau ausgehend. Einen Rückgang gab es auch bei den Tatverdächtigen ohne österreichischen Pass, der aber immer noch knapp 40 Prozent beträgt (nicht inkludiert die vielen straffälligen eingebürgerten “Österreicher”). Ein Querschnitt aus den Pressemeldungen der Polizei aus den letzten Tagen zeigt exemplarisch, wie es auf Österreichs Straßen tatsächlich zugeht.

Interessant: Von vier Taten ereigneten sich drei zu Zeiten, in denen nach wie vor ein Ausgangsverbot aufgrund der Corona-Maßnahmen besteht (bundesweit 20.00 bis 6.00 Uhr).

Balkanesen schießen in Wiener Park wild um sich

Zeugen verständigten gestern, Mittwoch, gegen 21.00 Uhr den Polizeinotruf. Sie gaben an, eine Gruppe von zehn bis 15 Personen im Auer-Welsbach-Park in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus beobachtet zu haben. Plötzlich seien einige aus der Gruppe in Richtung einer nahegelegenen Tankstelle gelaufen. Zum selben Zeitpunkt hätten sie zweimal einen lauten Knall gehört, den sie als Abgabe von Schüssen eingeordnet hätten, woraufhin der Anruf bei der Polizei erfolgte.

Im Zuge einer sofort eingeleiteten Fahndung wurden mehrere Männer in der Nähe des Vorfallsortes angehalten. Dabei konnten bei einem Brüderpaar (beide 31 Jahre alt, bosnische Staatsbürger) zwei Faustfeuerwaffen sichergestellt werden. Eine davon hatte drei Patronen im Magazin. Weiters wurde bei einem 21-jährigen serbischen Staatsangehörigen eine CO2-Pistole sichergestellt. Es wurde festgestellt, dass diese so umgebaut war, dass sie die ebenfalls sichergestellten Metallkugeln verschießen könnte. Weiters wurden zwei Patronenhülsen im Bereich des Vorfallsortes von Zeugen gefunden und den Beamten übergeben.

Da im Zuge der Klärung des Sachverhalts der Verdacht aufkam, dass die beiden vermeintlichen Schussabgaben einem der Beteiligten gegolten hatten, wurden die Männer vorläufig festgenommen. Eine polizeiliche Einvernahme steht noch aus. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt, eine Beschädigung etwaiger Gegenstände wurde am Tatort auch nicht festgestellt. Quelle: LPD Wien

Pole bedroht Mann mit Pistole und zettelt Schlägerei an

Ein 37-jähriger polnischer Staatsangehöriger soll am Dienstag gegen 18.15 Uhr einen 22-Jährigen in der Ottakringer Gaullachergasse mit einer Schusswaffe bedroht haben. Daraufhin soll es zu einem Raufhandel zwischen den beiden Kontrahenten gekommen sein. Nachdem sich das Opfer schließlich in einer Wohnung einschließen konnte, ergriff der Tatverdächtige die Flucht. Nach der Ausforschung des 37-Jährigen wurde er von Polizisten in einer Wohnung in der Perfektastraße in Wien-Liesing festgenommen. Zudem wurden eine geringe Menge Suchtmittel und gestohlene Kleidungsstücke sichergestellt. Die 32-jährige Freundin des Tatverdächtigen wurde in Zusammenhang damit zur Anzeige gebracht. Quelle: LPD Wien

Gassi-Geher auf offener Straße niedergeschlagen und ausgeraubt

Am Montag, kurz vor 22.00 Uhr, ging ein 21-jähriger Mann in Mäder auf der Reichshofstraße mit seinem Hund spazieren. Dabei kam ein weißer Pkw, aus Richtung Dorfzentrum kommend, entgegen, der auf Höhe der Bushaltestelle “Gasthaus Adler” stehenblieb. Aus dem Fahrzeug stiegen zwei Männer aus, gingen auf den 21-Jährigen zu und fragten ihn, was für ein Mobiltelefon er besitzen würde. Der Lenker des Pkws verblieb im Fahrzeug.

Als der 21-Jährige den beiden Männern das Telefon zeigte, wurde er aufgefordert, ihnen dieses zu übergeben. Als er sich weigerte, schlug ihm einer der Männer mit der Faust ins Gesicht, wodurch der 21-Jährige zu Boden fiel. Danach schlugen und traten beide Männer auf ihr Opfer ein und hörten erst auf, als ein unbeteiligter Pkw aus Richtung Mäder-Ortszentrum gefahren kam und dessen Lenker sich verbal in das Geschehen einbrachte.

Die Täter flüchteten daraufhin vom Vorfallsort. Auch der 21-Jährige nützte die Gelegenheit und ergriff die Flucht. In weiterer Folge verständigte das schwerverletzte Opfer selbst von daheim aus die Rettungskräfte. Täter 1: ca. 28-35 Jahre alt, ca. 185 cm groß, gepflegter Vollbart und kurze Haare, Tätowierung am Handrücken zw. Daumen und Zeigefinger. Täter 2: ca. 25 Jahre alt, ca. 180 groß, wurde von Täter 1 “Hüsi” gerufen (der Vorname Hüseyin ist in der Türkei gebräuchlich und eine Ableitung des arabischen Hasan, Anm. d. Red.). Die Polizei sucht nun den unbekannten Pkw-Lenker und nach weiteren allfälligen Zeugen. Diese sollen sich in der Polizeinspektion Altach melden: Tel. +43 (0) 59 133 8151. Quelle: LPD Vorarlberg

Junge Frau auf offener Straße überfallen und verletzt

Ebenfalls am Montag gegen 23.00 Uhr spazierte eine 20-jährige Frau in Dornbirn auf der Höchsterstraße in Richtung Stadion Birkenwiese. Als sie auf Höhe der Bushaltestelle der HTL Dornbirn kurz stehenblieb, kamen ihr drei unbekannte Männer entgegen. Diese sprachen sie an und fragten sie, was denn eine Frau um diese Uhrzeit alleine draußen machen würde. Als die junge Frau weitergehen wollte, wurde ihr von den Männern den Weg versperrt.

In weiterer Folge nahm sie ihr Mobiltelefon aus der Jackentasche hervor und wollte ihren Freund um Hilfe rufen. Einer der Männer nahm ihr jedoch das Telefon weg und sagte zu ihr, dass sie jetzt sicher niemanden anrufen werde. Zeitgleich rempelte ein weiterer der Männer die mittlerweile verängstigte Frau von hinten an, sodass sie zu Boden stürzte. Sie richtete sich jedoch wieder auf und versuchte, ihr Eigentum wiederzuerlangen, indem sie sagte, dass sie die Polizei rufen werde. Daraufhin wurde sie erneut von hinten zu Boden gestoßen. Als sie wieder aufstand, packte einer der Männer sie am Unterarm. Die Frau schrie dabei ihren Angreifer an und riss sich ruckartig von ihm los. In weiterer Folge gelang es ihr, das auf dem Boden liegende Telefon zu fassen und rennend die Flucht zu ergreifen. Die drei Verdächtigen verließen daraufhin ebenfalls den Ort des Geschehens in unterschiedliche Richtungen.

Das Opfer, das bei dem Angriff auch verletzt wurde, meldete tags darauf den Vorfall der Polizei. Bei den Verdächtigen soll es sich um drei Männer im Alter zwischen 20 und 25 Jahren handeln. Sie waren dunkel gekleidet, hatten schwarze zum Teil ungepflegte Haare und sprachen allesamt Vorarlberger Dialekt mit ausländischem Akzent. Die Polizeiinspektion Dornbirn bittet eventuelle Zeugen des Vorfalles oder Personen, die sonst zweckdienliche Hinweise zur Täterschaft machen können, sich zu melden. Quelle: LPD Vorarlberg

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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