Die Nasenbohrertests erwiesen sich einmal mehr als fehlerhaft. In Wien-Favoriten wurden alle 62 Schüler falsch positiv auf das Coronavirus getestet.

Foto: geralt / pixabay.com / Wikimedia / Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0
Falsches Ergebnis bei 62 Kindern: Malheur in Wien zeigt einmal mehr das Chaos rund um das Testen auf

Darf das wahr sein? Alle 62 Kinder einer Volksschule in Wien-Favoriten, die mittels Nasenbohrertest positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sind nicht infiziert. Denn alle Testergebnisse waren falsch.

PCR-Tests waren negativ

Der Sprecher des Wiener Gesundheitsstadtrates Peter Hacker vermeldete am Sonntagnachmittag auf Twitter, dass alle PCR-Tests negativ ausgefallen seien. Nur das Ergebnis einer ursprünglich getesteten Pädagogin stehe noch aus.

Ganzer Ort schon wegen zwölf Fälle gesperrt

Das Malheur konnte man nicht erklären. Es zeigt aber einmal mehr die große Fehlerquote bei Testergebnissen, die dann in weiterer Konsequenz zu Abriegelungen von ganzen Orten führen. So wurde die Gemeinde Muhr im Salzburger Lungau mit 487 Einwohnern bereits nach zwölf symptomloser Covid-Fälle von der Außenwelt abgesperrt. Wie viele davon tatsächlich infiziert oder falsch positiv getestet wurden, kommt – wenn überhaupt – immer erst später bei PCR-Tests, die aber auch nicht unumstritten (weil fehlerhaft) sind, ans Tageslicht.

Regierung plant Zutrittstests zu Geschäften

Mitten in diesem österreichweiten Testchaos denkt die Regierung allen Ernstes nach, Zutrittstests zu Geschäften einzuführen. Ein absurder Plan, wie FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl auf Facebook kommentiert:

Was soll das? Im Handel gibt es eine FFP2-Maskenpflicht und eine völlig überzogene Quadratmeterbegrenzung. Zudem muss der Mindestabstand eingehalten werden. Und jetzt denkt man noch darüber nach, zusätzlich eine Testpflicht einzuführen? Geht es dieser Regierung eigentlich noch ganz gut? Will man nun nach der Gastronomie auch noch den Handel völlig ruinieren. Die großen Internetgiganten werden sich darüber freuen…

Nasenbohrtest_Schule

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