Heinz Fischer mit Gattin Margit beim Beladen des Audi A6. Wo geht die Reise in Corona-Zeiten hin?

Foto: unzensuriert.at
Pensionist Heinz Fischer: Flucht vor dem “Lockdown” mit 300 PS auf Staatskosten

Es ist Freitag kurz nach 14 Uhr. In der Josefstädterstraße im 8. Wiener Gemeindebezirk fällt eine lange Autoschlange auf. Ganz vorne blockiert ein dicker Audi die Verkehrsteilnehmer. Gab es dort einen Unfall? Warum blink hinter der Heckscheibe des gewaltigen Fahrzeuges Blaulicht?

Die Gleicheren unter den Gleichen

Vorne der Audi, der blaulichtblinkend auf die Fischers wartete. Behinderte Autos passieren die Limousine, wenn es der Gegenverkehr zulässt.

Verwunderung über die dort haltende Luxuslimousine wich Empörung, als man den Grund des mitten auf der Fahrbahn haltenden und stauverursachenden Fahrzeuges zu Gesicht bekam. Denn dort wohnt kein Geringer als der pensionierte Ex-Bundespräsident Heinz Fischer mit seiner Gattin: Es dauert wenige Minuten bis die hohen Herrschaften aus dem Haus treten und ihr Reisegepäck im Kofferraum des Fahrzeuges verstauen. Und das in einem Dienstwagen.

Nachdem die beiden ins Auto eingestiegen sind, legt der Fahrer einen flotten Kavaliersstart hin, obwohl die nächste Ampel gerade auf Rot stand. Dass der Fahrer keinen Mundschutz trug, tut sein Übriges.

Dienstwagen für einen Pensionisten

Ob und dass dem pensionierten Präsidenten ein Dienstwagen zur Verfügung gestellt wird, war bereits vor mehr als einem Jahr Gegenstand der Berichterstattung auf unzensuriert. Damals ging es um die Frage, inwieweit Fischer darauf noch Anspruch habe. Dienstlich oder auch privat? Und wenn ja, warum muss das ausgerechnet eine PS-starke Luxuslimousine sein? Und wäre es nicht gerade für einen Sozialisten ein schöner Akt der Solidarität gegenüber Taxi-Betreibern, die unter den Corona-Maßnahmen besonders leiden, wenn der hohe Herr seine Fahrten aus eigener Tasche per Taxi durchführen würde?

Ging Fischers Umweltbewusstsein ebenfalls in Pension?

Was in diesem Zusammenhang ebenfalls verwundert, ist die Tatsache, dass Heinz Fischer, so wie die meisten aktiven Politiker, ihr Umweltbewusstsein gerne zur Schau stellten. Das kommt immer gut an. So ließ sich Fischer, als er noch Präsident war, publikumswirksam mit dem damaligen ÖBB-Chef und späteren Kanzler Christian Kern ablichten, als er zur Eröffnung der Bregenzer Festspiele die Reise dorthin mit der Bahn antrat und verantwortungsvoll verkündete:

Die ÖBB sind wichtig für Österreich und sie sind die ökologische Alternative zum Auto: allein mit dieser Reise sparen wir im Vergleich zur Anreise mit dem Auto über 100 kg CO2.

Das war bereits 2010 und sogar noch vor der Klima-Hysterie. Und vor der Pensionierung Fischers.

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