Die Intervall-Verkürzung beim Testen werten Kritiker als weiteren Schritt in Richtung Impfpflicht durch die Hintertür.

Foto: Alexandra_Koch / pixabay.com
Corona-Tests sollen ab Sommer nur noch einen Tag gültig sein

Der Corona-Test mit einer Gültigkeit von 72 Stunden soll bald der Vergangenheit angehören. Die Ärztekammer fordert, dass der Antigentest nur noch für einen Tag gelten soll. ÖVP-Bundeskanzler Sebastian Kurz ist nicht abgeneigt.

Test bestimmt nur Augenblick

Geht es nach der Ärztekammer, soll mit der Einführung des „grünen Passes“ noch mehr getestet werden. Damit droht den nicht geimpften Österreichern der tägliche Corona-Test. Laut einem Bericht von Servus TV will Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres nicht nur die Gültigkeit eines Antigentests von 72 Stunden auf einen Tag drosseln, sondern auch die Gültigkeit für einen PCR-Test aus dem Labor von bisher 72 Stunden auf 48 Stunden verringern.

Wenig überraschend sagt der Präsident der Ärztekammer Salzburg, Karl Forstner, auf Servus TV:

Der Test ist immer nur eine Bestimmung für einen Augenblick. Das kann sich natürlich im Lauf der Zeit wieder ändern. Und da weiß man, dass man die Sicherheit weiter erhöhen kann, wenn man diese Zeiten weiter verkürzt.

Forstner plädiert für die täglichen Tests ab Sommer, wenn sich alle, die sich impfen lassen wollen, auch geimpft sind.

Warten auf Vorschlag des Gesundheitsministers

In die gleiche Kerbe stieß dann auch ÖVP-Bundeskanzler Sebastian Kurz, der im Rahmen eines Pressetermins meinte:

Klar ist, dass, je kürzer die Tests gelten, desto sicherer ist es. Und auf der anderen Seite, desto länger sie gelten, desto praktikabler ist es in der Umsetzung. Wir müssen hier einen Weg finden, der möglichst sicher ist, der gleichzeitig auch funktioniert.

Regierung weitet Testpflicht auf Arbeitsplatz aus

Kurz sagte, dass er diesbezüglich noch auf einen konkreten Vorschlag vom grünen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein warte. Die Regierung erhöht ab der geplanten Einführung des „grünen Passes“ am 19. Mai jedenfalls den Test-Druck, denn ab dann soll die Testpflicht nicht nur beispielsweise für den Friseurbesuch gelten, sondern auch auf den Arbeitsplatz ausgeweitet werden. Etwa für Personen, die in einem Büro arbeiten.

Impfpflicht durch die Hintertür

Kritiker sehen darin einen weiteren Schritt in Richtung Impfpflicht durch die Hintertür. FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl meinte auf Facebook zur Diskussion über Genesene, Geimpfte oder Getestete:

Wenn man die mediale Berichterstattung oder die Wortmeldungen diverser Experten und Politiker mitverfolgt, hat man das Gefühl, es dreht sich alles nur noch um „genesen, geimpft oder getestet!“. Es gibt jedoch noch etwas ganz anderes, etwas vieles Wichtigeres – nämlich GESUND! Mehr als 99 Prozent der Österreicher sind aktuell NICHT mit dem Corona-Virus infiziert. Vielleicht sollte man endlich genau das in den Mittelpunkt stellen, anstatt der ständigen Angst- und Panikmacherei. Es braucht wieder mehr Lebensfreude!

Selbsttest

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link