In Pakistan steht auf Gotteslästerung bereits die Todesstrafe. Premierminister Imran Khan will durch einen Handels-Boykott nun auch westliche Staaten dazu bringen, Beleidigungen des “Propheten Mohammed” unter Strafe zu stellen.

Foto: Stephan Röhl/Heinrich Böll Stiftung / wikimedia.org (CC-BY-SA-2.0)
“Beleidigung des Propheten Mohammed”: Pakistan will Blasphemiegesetze in Europa erzwingen

Pakistan möchte zusammen mit anderen moslemischen Ländern durch einen Handelsboykott in westlichen Ländern Blasphemie-Gesetze erzwingen. Konkret fordert die islamistische Regierung, dass eine “Beleidigung des Propheten Mohammed” wie eine Holocaust-Leugnung geahndet werden soll. Auslöser für das Vorpreschen der Pakistanis scheinen gewalttätige Proteste zu sein, die die Regierung so versucht, zu besänftigen.

Wieder einmal Karikatur als Auslöser

Das derart rabiate Vorgehen der pakistanischen Regierung kommt nicht von ungefähr: Zum Auftakt des Prozesses  gegen die Terroristen, die vor nunmehr schon fünf Jahren die französische Satirezeitung Charlie Hebdo gestürmt haben, hat sich das Blatt nicht nehmen lassen, wieder gegen Mohammed auszuteilen, was in Folge in Pakistan zu landesweiten Ausschreitungen mit hunderten verletzten Polizisten führte. Zum Wiederaufflammen der seit Monaten andauernden Ausschreitungen sorgte die Weigerung der pakistanischen Regierung, den französischen Botschafter auszuweisen: Pakistan ist als Produzent von Textilgütern wirtschaftlich abhängig von Frankreich und kann sich keinen Handelskrieg mit der Grande Nation der Mode leisten.

Dritte-Welt-Land will USA und Europa wirtschaftlich in die Knie zwingen

Die konservativ-moslemische Regierung Pakistans will westliche Länder dazu zwingen, “Gotteslästerung” strafrechtlich zu verfolgen. Pakistans Regierungschef Imran Khan möchte sich zusammen mit anderen moslemischen Länder gegen Europa und die USA vereinen, um eine Kriminalisierung der „Beleidigung des Propheten Mohammed“ zu erreichen. Funktionieren soll die Erpressung durch einen Handelsboykott und wirtschaftliche Sanktionen.

Holocaust-Paragraph als Vorbild 

Nach Ansicht der pakistanischen Regierung müsste die “Beleidigung des Propheten Mohammed” ähnlich wie die Leugnung des Holocausts – wie in Europa üblich – mit einer Gefängnisstrafe verurteilt werden. Für pakistanische Verhältnisse wäre das noch äußert human: In dem viert-bevölkerungsreichsten Land der Welt werden jedes Jahr Christen wegen angeblicher Beleidigung des moslemischen Propheten zum Tode verurteilt.

 

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