ÖVP-Kanzler Kurz und ÖVP-Innenminister Nehammer erfinden laufend Horrorgeschichten, um die friedlichen Teilnehmer der Corona-Demos ins schlechte Licht zu rücken. Nachher stellen sich diese als Märchen heraus.

Foto: Arno Melicharek / BKA
Nächstes ÖVP-Märchen entlarvt: Auch „Sturm auf Versicherung“ von Nehammer und Kurz erfunden

Als wäre die Glaubwürdigkeit von ÖVP-Innenminister Karl Nehammer und ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz nicht ohnehin schon im Keller, werden beide nun schon wieder als Märchenerzähler entlarvt. Eine Untersuchung kam nämlich zum Schluss, dass es – nicht wie von Nehammer und Kurz fälschlich behauptet – im Rahmen einer Corona-Demo am 6. März keinen “Sturm” auf ein Versicherungsgebäude gegeben hat. Zudem wurde festgestellt, dass der Wachmann, der sich das Bein gebrochen hatte, sich die Verletzung bei einem Sturz selbst zugezogen hat.

Flucht vor der Einkesselung durch die Polizei

Wie Info-Direkt berichtet, stellte die Staatsanwaltschaft Wien am 26. April daher die jugendstrafrechtliche Verfolgung eines Verdächtigen ein. Das Online-Medium zitierte aus dem Bericht der Behörde:

Es handelte sich nicht um einen wild gewordenen Mob, der das Gebäude der Wiener Städtischen bewusst stürmte, um dort Körperverletzungen oder Sachbeschädigungen zu begehen. Vielmehr handelte es sich um eine verselbständigte Reaktion einer Gruppe, wobei ein paar Personen zu laufen begannen und viele weitere einfach folgten. Es entstand der Eindruck, dass diese lediglich aus der Umkesselung der Polizei fliehen wollten, um einer Amtshandlung durch die Polizei zu entgehen, und den Personen neben ihnen folgten.

Wachmann stolperte und brach sich das Bein

Zum verletzten Wachmann, der in allen Medien Furore machte, stellte die Staatsanwaltschaft fest:

Der Mitarbeiter erlitt eine Beinfraktur, welche operativ behandelt werden musste. Zu Beginn bestand der Vedacht, dass er von einem unbekannten Täter umgestoßen oder getreten wurde. Der Mitarbeiter selbst kann kaum angaben über den Verlauf machen, weil es ein sehr dynamisches Geschehen war. Auf den Videoaufzeichnungen ist aber zu erkennen, dass der Mitarbeiter eine der Personen, die hineinstürmte, versuchte anzuhalten, dabei einen großen Schritt machte und stolperte.

Nehammer phantasierte abenteuerliche Geschichten herbei

ÖVP-Innenminister Nehammer muss sich nun schon das zweite Mal den Vorwurf gefallen lassen, quasi kriegerische Auseinandersetzungen herbeiphantasiert zu haben. Schon die abenteuerliche Nehammer-Geschichte der „Erstürmung des Parlaments“ hatte sich nach einer parlamentarischen Anfragebeantwortung als frei erfunden entpuppt, unzensuriert berichtete. Jetzt sagt die Staatsanwaltschaft, dass es auch keinen “Sturm” auf das Versicherungsgebäude gegeben hat.

Kurz sprach von “Hooligans”, die Wachmann verletzten

Peinlich auch für Bundeskanzler Kurz, der in der Sondersitzung zum Weltfrauentag am 8. März davon sprach, dass eine “Hooligan-Mentalität”, die zu Gewalt führe und zu einem schwer verletzten Wachmann, unakzeptabel sei. Hier das Video:

Interview-Termine mit Wachmann abgeblockt

Die Medien spielten freilich mit und berichteten durchwegs das, was Nehammer und Kurz von sich gaben. Als unzensuriert den Versuch unternahm, mit dem Wachmann zu sprechen, um zu erfahren, was sich wirklich abgespielt hat, wurden wir vom Chef der Reiwag, dem Garagenbetreiber des Versicherungsgebäudes, abgeblockt. Dieser wollte uns nicht sagen, in welchem Spital sich sein Mitarbeiter aufhielt. Dem Vernehmen nach hätten sich auch andere Journalisten um ein Interview bemüht, wurde uns gesagt. Jetzt wissen wir, warum der verletzte Wachmann danach nie mehr in der Öffentlichkeit auftauchte. Hier noch ein Video-Beispiel, wie oe24 über den nie stattgefundenen Sturm auf das Versicherungsgebäude berichtete (ohne Bilder vom angeblichen Tatort):

Karl Nehammer und Sebastian Kurz

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