Arbeit am Bau wird heute vor allem von Osteuropäern ausgeführt. Dass es auch anders geht, zeigt ein Beispiel aus der Schweiz.

Foto: Tano4595 / Wikimedia (CC-BY-SA-2.5)
Es geht ja: Argument Fachkräftemangel für mehr Ausländer zieht nicht mehr

Die Bauwirtschaft hat die Corona-Krise im Großen und Ganzen glimpflich überstanden, ja, vielerorts sind die Auftragsbücher gut gefüllt und die Wartezeiten für Kunden lang. Und schon wird das Thema Fachkräftemangel durch die Mainstream-Medien gejagt, das laut einer Studie der Wirtschaftskammer vor allem die Bauwirtschaft betrifft. Besonders Elektriker, Tischler, Schweißer, Maurer oder Installateure würden fehlen.

Ruf nach Ausländern

Wie das Amen im Gebet wird sogleich der Ruf nach Ausländern laut. Schon vor der Krise titelte etwa der Kurier:

Warum wir auf Fremde angewiesen sind.

Doch das stimmt nicht, wie ein Schweizer Unternehmen beweist. Der Hersteller von Robotern ABB Robotics stößt jetzt in die Baubranche vor.

Jahrelange Erfahrung: Es geht

Seit 2018 arbeitet ABB Robotics mit einem Fertighaushersteller zusammen und entwickelte spezielle Bau-Roboter. Sie können bereits Dachstützen aus Holz fertigen, Betonteile erstellen, Bewehrungskörbe schweißen und Aufzüge installieren. Roboter mit speziellen Greifern können sogar komplexere Aufgaben wie das Sortieren durcheinandergeratener Platten übernehmen.

Revolution am Bau

Sami Atiya, Leiter des ABB-Geschäftsbereichs Robotik & Fertigungsautomation, hat hohe Ziele:

Mit unserer Erfahrung, unseren Robotern und unseren digitalen Lösungen können wir der Bauindustrie dabei helfen, schon innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre den gleichen Automatisierungsgrad zu erreichen, den wir heute in der Automobilindustrie haben.

Das Argument des Fachkräftemangels zum Import weiterer Ausländer sticht also nicht mehr. Innovationskraft ist gefragt. Es sei denn, der Ausländerimport soll für niedrige Löhne und willfährige Arbeiter sorgen.

Bauarbeiter

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