Innerhalb weniger Tage wurde ein Mann wegen einer Ohrfeige für Staatspräsident Macron verurteilt. Im Normalfall müssen Opfer selbst von schwersten Gewaltdelikten – sofern nicht Teil der politischen Elite – oft jahrelang bis zu einem Prozess gegen die Täter warten.

Foto: Aron Urb / flickr.com (CC BY 2.0)
Mann nach Ohrfeige für Macron zu langer Haftstrafe verurteilt

Nachdem vor wenigen Tagen ein junger Mann Frankreichs Präsident Emmanuel Macron öffentlich geohrfeigt hatte, ist der Täter nun im Eilverfahren zu einer 18 Monate langen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Wie der TV-Sender BFM TV aus dem Gerichtssaal in Valence berichtetet, wurden dabei 14 Monate auf Bewährung ausgesetzt.

Täter dürfte Sympathisant der “Gelbwesten” sein

Neben der Gefängnisstrafe darf der 28-Jährige Täter Damien T. in Zukunft keinerlei öffentliche Ämter mehr bekleiden, sprich, politisch aktiv sein, und hat zudem für mehrere Jahre ein Waffenverbot kassiert. Laut der französischen Generalstaatsanwaltschaft dürfte der Verurteilte ein “Rechtsextremer” sein, der Sympathien für die sogenannte “Gelbwesten-Bewegung” hege.

Aktion war wohl nicht geplant

Wie der 28-Jährige bei der Einvernahme zum Protokoll gab, dürfte die Aktion, die landesweit für Aufsehen gesorgt hatte, nicht geplant gewesen sein, sondern sei spontan passiert. Damien T. wollte so seinen Unmut über die Politik des französischen Präsidenten ausdrücken. Neben der Haftstrafe für den Ohrfeiger muss auch ein Bekannter, der die Tat filmte, mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen: Nach einer Hausdurchsuchung fand die Polizei bei ihm unter anderem eine Ausgabe von Adolf Hitlers “Mein Kampf”, diverse Bücher über Kriegsführung, die Flagge der kommunistischen Revolutionäre in Russland und illegale Waffen.

Emmanuel Macron

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