Annalena Baerbock schoss in den letzten Wochen einen Bock nach dem anderen. In Nibelungentreue wählten die Grünen sie dennoch zur Kanzlerkandidatin.

Foto: Olaf Kosinsky / Wikimedia (CC BY-SA 3.0 de)
Triumph der Mittelmäßigkeit: Baerbock mit 98,5 Prozent zur Kanzlerkandidatin gewählt

Es grenzt an Realitätsverweigerung. 98,5 Prozent der Delegierten des Grünen Bundesparteitags nominierten Annalena Bearbock zur Spitzen- und damit Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl im Herbst. Und das, obwohl der Grünen-Hype schon wieder vorbei ist und sich der Trend zugunsten der Union gedreht hat.

Geschönter Lebenslauf

Das vor allem wegen der zahlreichen Fehler Baerbocks. Das beginnt beim Schönen ihrer Vita, wo die Grünen seit Wochen zurückrudern müssen.

Heute steht da ein mehr als mittelmäßiger Lebenslauf einer 40-Jährigen, die ein Studium in Hamburg abbrach und dann um umgerechnet 11.000 Euro einen Jahreskurs an den „London School of Economics“ absolvierte, bei dem laut Universitätsannalen noch nie ein Absolvent scheiterte.

Abstrakte und ganz handfeste Nehmerqualitäten

Die zu spät nachgemeldeten Nebeneinkünfte sind kein breitenwirksames Thema, aber zeigen doch, wie die selbsternannten Hüter der Moral mit den Vorschriften umgehen, wenn sie sie selbst etwas kosten.

Dass Baerbock den steuerfreien Corona-Bonus von 1.500 Euro, der eigentlich nur für Angestellte, was sie nicht ist, gedacht war, kassierte, empfanden dann doch viele als glasklare Nehmerqualität, wenn die grüne Politikerin mit monatlichen Bezügen von 10.083,47 Euro nach Hause geht – ganz ohne Kurzarbeit und Corona-Beschränkungen.

Flucht nach vorne

Trotz all dieser Böcke, die Baerbock geschossen hat, sprachen sich 678 Grüne von 688 für sie als Kanzlerkandidatin aus, womit Baerbock noch ihr Ergebnis von der Wahl zur Parteivorsitzenden 2019 übertraf, wo sie „nur“ 97,1 Prozent der Stimmen erhalten hatte.

Die den Grünen nach wie vor eisern wohlgesonnenen Mainstream-Medien interpretieren das Ergebnis als ein „Signal der Geschlossenheit“. Oder ist es nicht doch nur die Flucht nach vorne?

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link