Spital schmeißt Mann von in Not geratener schwangeren Frau hinaus, weil er keinen negativen Corona-Test hat – Unzensuriert

“Vurschrift is Vurschrift” im Krankenhaus Nord. Alexander W. wurde von seiner schwangeren, in Not geratenen Frau mithilfe von Sicherheitsleuten entfernt, weil er keinen negativen Corona-Test vorweisen konnte.

Foto: Bwag / Wikimedia / (CC BY-SA 4.0)
Spital schmeißt Mann von in Not geratener schwangeren Frau hinaus, weil er keinen negativen Corona-Test hat

Ein Mann bringt seine schwangere Frau, die im Verdacht steht, ihr Kind zu verlieren ins Krankenhaus. Dort hat man nur eine Sorge: Der nicht gegen Corona getestete Mann muss das Spital sofort verlassen.

Security herbeigerufen

Abgespielt hat sich das alles vorigen Freitag im Krankenhaus Nord in Wien-Floridsdorf. Alexander W. sagt gegenüber unzensuriert, dass er seine Frau, die am Rande eines Nervenzusammenbruchs war, als Begleitperson ins Spital brachte. Sein Corona-Test war seit zwölf Stunden abgelaufen – das akzeptierte das Krankenhaus-Personal nicht. Keine Ausnahme. Der Mann musste die Frau alleine lassen, die herbeigerufene Security beförderte ihn ins Freie.

Alleine in der Ambulanz

Alexander W. schildert die Situation:

In der Ambulanz hat sich um acht Uhr Früh, außer meiner Frau, kein anderer Patient befunden. Die dortige Mitarbeiterin hat mich in einer sehr unfreundlichen Art und Weise aufgefordert, meine Frau alleine zu lassen und hinauszugehen. Ich hatte um eine Ausnahme gebeten, da es meiner Frau psychisch und körperlich sehr schlecht ging.

Keine Ausnahme in Notsituation

Aber „Vurschrift is Vurschrift“ – auch in so einem Ausnahmefalll wie die der schwangeren Frau, die möglicherweise ihr Kind verliert. Das Personal forderte Alexander W. auf, sich bei einer Apotheke testen zu lassen. Doch so lange wollte er von seiner Frau nicht weg sein, weshalb er drohte:

Entweder macht das Spital einen Test oder ich lasse mich sofort als Patient aufnehmen, dann nämlich muss der Corona-Test sowieso durchgeführt werden.

Frau verlor das Kind

Die Drohung wirkte und es wurde ein Nasenbohrer-Antigentest gemacht. Negativ. Dennoch ging die Sache nicht gut aus: Die Frau hat das Kind tatsächlich verloren.

Krankenhaus Nord

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