Viele Bürger dürfte überraschen, dass der geschasste Impfkoordinator Clemens Martin Auer nun bei der WHO mit einem Karrieresprung belohnt wurde.

Foto: Anro Mikkor / Wikimedia (CC-BY-2.0)
Ex-Impforganisator Clemens Auer wird WHO-Vize

Clemens Martin Auer ist seit einigen Tagen Vize-Präsident des Exekutivrates der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Noch vor wenigen Monaten wurde der Top-Beamte vom grün geführten Gesundheitsministerium abgezogen, nachdem die Corona-Impfbeschaffung unter seiner Verantwortung desaströs gescheitert war.

Auer setzte auf AstraZeneca 

Selten erfährt ein Beamter so viel mediale Berichterstattung wie Auer. Im Falle des Gesundheitsberaters waren die Schlagzeilen zudem alles andere als positiv: Er wäre entscheidend dafür verantwortlich gewesen, dass die Europäische Union bei der Corona-Impfstoffbeschaffung auf das umstrittene Vakzin AstraZeneca gesetzt hatte. Ein Debakel, wie man mittlerweile weiß. In den wenigsten Staaten wird noch AstraZeneca verimpft, denn neben teils tödlichen Nebenwirkungen war der Impfstoff häufig sogar selbst verunreinigt.

Kurz machte Auer zum Sündenbock

Als publik wurde, dass ÖVP-Finanzminister Gernot Blümel viel zu wenig Budget für die Impfstoffbeschaffung bereitgestellt hatte, erklärte ÖVP-Bundeskanzler Sebastian Kurz Impfkoordinator Auer zum Schuldigen. Später unterstellte Kurz dem Top-Beamten sogar auf eigene Faust gehandelt zu haben, was die Rechercheplattform Zack Zack widerlegen konnte.

Auer legt überraschenden Karrieresprung hin

Trotz eines wohl weniger erfolgreichen Jahres kann sich Auer nach seinem Abgang vom Gesundheitsministerium über einen neuen prestigeträchtigen Posten freuen: Anfang Juni wurde er in den Vorstand des Exekutivrates der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gewählt.

In der WHO dient Auer nun als Vize des kenianischen Exekutiv-Vorsitzenden Patrick Amoth. Neben dem Scheitern im österreichischen Corona-Management dürfte dabei der Fakt für Verwunderung sorgen, dass Gesundheitsexperte Auer nie Medizin sondern in Philosophie dissertierte.

WHO gilt als China-freundlich

Der Exekutivrat wird alle drei Jahre gewählt und ist eines der beiden Hauptorgane der WHO.  Zu den Aufgaben des Exekutivrates zählen die Umsetzung der Richtlinien und Beschlüsse der WHO-Versammlung.

Seit der Corona-Krise steht die WHO immer wieder in der medialen Kritik, was die USA unter Präsident Donald Trump (Republikaner) zum Ausstieg aus der internationalen Organisation bewog. Grund dafür ist die Nähe ranghoher Funktionäre zur kommunistischen Volksrepublik China. So ist etwa die Ehegattin des chinesischen Diktators Xi Jingping Botschafterin der Weltgesundheitsorganisation.

Clemens Martin Auer

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