„Krone“ erkennt, dass Kickl (fast) alles besser kann als Kurz – Unzensuriert

Die versuchte Kritik von Krone-Kolumnist Claus Pándi an Herbert Kickl (Foto) wurde zur vielleicht ungewollten Huldigung für den neuen FPÖ-Parteichef.

Foto: Alois Endl
„Krone“ erkennt, dass Kickl (fast) alles besser kann als Kurz

Kurz könne Kanzler einfach nicht, es fehle ihm an Bildung und Wertebildung, sagte VGN-Verlagschef Horst Pirker gegenüber dem Standard. Jetzt zieht auch die Krone nach und adelt den neuen FPÖ-Parteichef als einen, der (fast) alles besser könne als der derzeitige ÖVP-Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Kritik wurde ungewollt zur Huldigung

Klar, der Kommentar von Claus Pándi heute, Montag, in der Kronen Zeitung sollte natürlich kein Loblied auf Herbert Kickl werden. Zu eng sind Krone und die millionenteuren Inserate von Kurz für das Blatt miteinander verbunden. Vielleicht ganz ungewollt wurde die versuchte Kritik aber dann doch zur Huldigung eines Mannes, der am Samstag mit fast 90 Prozent zum Obmann der Freiheitlichen gewählt worden war und nun in den anderen Parteien anscheinend Angst und Schrecken verbreitet.

Mit Kickl wieder starke Oppositionspartei

Pándi zählt also in seinem Kommentar auf, was Kickl besser kann als seine politischen Gegner – und das ist viel:

Mit Kickl, ist sich Pándi sicher, gebe es wieder eine starke Oppositionspartei in Österreich. Kickl könne pointierter reden als SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner. Kickl könne die türkis-grüne Regierung besser vor sich hertreiben als Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger. Kickl könne auch die Nöte vieler Menschen besser nachvollziehen als Arbeitsminister Martin Kocher. Kickl könne um einiges witziger sein als Innenminister Karl Nehammer. Kickl könne seine Positionen klarer ausdrücken als Justizministerin Alma Zadić. Kickl könne – keine Kunst – sportlicher sein als Sportminister Werner Kogler.

Schwiegermütter mit Charme betören

Nur eine Sache könne Kickl gar nicht, meint zumindest Pándi: Schwiegermütter mit seinem Charme betören. Das könne Kanzler Kurz besser.

Abgesehen davon, dass die Sympathie immer im Auge des Betrachters und nicht in den Befindlichkeiten eines Krone-Schreibers liegt, gibt Pándi mit seinem Versuch, Herbert Kickl in seiner Eitelkeit zu kränken, unumwunden zu, dass der neue FPÖ-Parteichef so ziemlich alles besser kann als Kurz und die sonstige Opposition – und somit der bessere Kanzler wäre.

Herbert Kickl

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link