Viele Fußballfans verstehen nicht, warum ein explizit unpolitisches Event politisiert werden muss und unterstützen die Entscheidung der UEFA.

Foto: Sinnbildner / CC BY-SA 4.0 /Wikimedia
UEFA verbietet Regenbogen-Beleuchtung auf Münchner EM-Arena

Die Münchner Allianz-Arena darf beim EM-Gruppenspiel zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Ungarn nicht in den (Regenbogen-)Farben der LGBTQ-Bewegung erleuchten. Hintergrund der Idee war es, ein Zeichen gegen die Regierung rund um Ministerpräsident Viktor Orban zu setzen, die in den vergangenen Tagen ein Gesetz beschloss, das Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt.

Ungarn unterstützt Vorhaben der UEFA

Ungarns Außenminister Peter Szijjarto begrüßt bei einer Pressekonferenz die Entscheidung der UEFA:

Der europäische Fußballverband hat entschieden, sich nicht für eine politische Provokation gegenüber Ungarn einspannen zu lassen.

Dazu fügt er hinzu, der Vorschlag des Münchner Oberbürgermeisters sei in einem

„politischen Kontext“ erfolgt und ziele „auf eine Entscheidung des ungarischen Parlaments ab“.

Deutsche Spitzenpolitiker verlieren Fassung

Liebe UEFA, es ist nicht so, dass ich von euch viel erwartet habe. Aber ihr seid noch peinlicher als ich dachte. Schämt euch!,

twitterte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil.

Die Grüne Spitzenkandidatin Annalena Baerbock für die kommende Bundestagswahl schrieb ebenso auf Twitter:

Für Toleranz. Gegen Homofeindlichkeit. Nicht nur, wenn es um Fußball geht. Lasst uns ein starkes Zeichen der Vielfalt setzen und den Regenbogen durchs Land tragen.

Werden andere Stadien leuchten?

Die Münchner Allianz-Arena muss nun wie vorgeschrieben in den Farben der UEFA und der teilnehmenden Nationen, also Deutschland und Ungarn leuchten.

Für die deutschen Politiker gibt es aber weiterhin kein Einsehen, denn nun planen andere Stadien während des Spiels die Außenwand zu beleuchten. So haben etwa Köln und Frankfurt angekündigt, ihre Arenen bunt erstrahlen zu lassen.

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