Ehemals hochrangige österreichische Politiker arbeiten für Kreml – Unzensuriert

Schon als Außenministerin war Karin Kneissl Russland zugetan. Hier tanzt sie mit Wladimir Putin bei ihrer Hochzeit.

Foto: wikicommons/Владимир Путин посетил Австрию
Ehemals hochrangige österreichische Politiker arbeiten für Kreml

Österreichs Beziehungen zu Russland sind weitreichender als man denkt. Was viele nicht wissen, wurde von der französischen Tageszeitung Le Figaro aufs Tablett gebracht. Laut der Tageszeitung sind die meisten ehemaligen Verantwortungsträger die nun für den Kreml, beziehungsweise ihm nahestehende Organisationen arbeiten, aus Österreich. Die Liste ist lang.

Sogar ehemalige österreichische Bundeskanzler sind mit von der Partie 

So ist der ehemaligen Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) seit 2019 Aufsichtsratsmitglied der Lukoil, dem größten erdölverarbeitenden Unternehmen Russlands. Der ehemalige Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) gehört ebenfalls seit 2019 dem Aufsichtsrat der Russischen Eisenbahnen an. Alfred Gusenbauer, auch ein ehemaliger SPÖ-Bundeskanzler, ist Mitglied des internationalen Forums „Dialogs der Zivilisationen“, eine Organisation zur Förderung russischer Interessen im Ausland.  Ihr Gründer ist niemand geringerer als der ehemalige KGB Offizier Wladimir Jakunin, der ein enger Freund Wladimir Putins ist. Auch der ehemalige Finanzminister Hans-Jörg Schelling (ÖVP) gehört seit 2018 zu den Beratern der Nord Stream 2 Gaspipeline. Wie allgemein bekannt, sitzt die ehemalige parteilose österreichische Außenministerin Karin Kneissl im Aufsichtsrat des Erdölunternehmens Rosneft. Als größter Fang des Kremls gilt der ehemalige deutsche SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder, der dem Verwaltungsrat von Nord Stream 2 und dem Aufsichtsrat von Rosneft angehört.

Einstellungsvoraussetzung – der Kampf gegen Russland-Sanktionen? 

Agiert der Kreml hier nach einem bestimmten Schema? Fest steht jedenfalls, dass ein hoher Bekanntheitsgrad nicht vonnöten ist. Solange man eine wohlwollende Haltung gegenüber Russland einnimmt, ist die Möglichkeit zur Mitgliedschaft in einer dieser Organisationen geebnet. Offensichtlich ist das wohl bei Karin Kneissl, die laut Le Figaro keinerlei Netzwerk oder Einfluss in Hinblick auf diese Organisationen habe. Warum aber genau Österreich?  Warum sind gerade so viele Österreicher im Einflussbereich Russlands zu finden? Anton Schechowzow, Leiter des in Wien ansässigen Vereins „Center for Democratic Integrity“ und ehemaliger Lektor der Universität Wien,meint diesbezüglich:

Außenpolitik ist für die Österreicher nicht sehr wichtig, sie sind bereit, mit allen zusammenzuarbeiten, wenn es in ihrem Interesse liegt, insbesondere mit China und Russland. Vor allem wenn Deutschland, mit welchem sie dieselbe politische Linie gegenüber Russland verfolgen, es verlangt … Österreich ist kein NATO Mitglied, besitzt einen sehr entwickelten Bank- und Energiesektor und zeigt eine gewisse Toleranz gegenüber autoritären Regimen.

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