Britische Friseure müssen verpflichtend Schneiden von „Afro“-Frisuren erlernen – Unzensuriert

Exotische afrikanische Frisuren stehen künftig auf dem Lehrplan von britischen Friseur-Lehrlingen. Schwarze fühlten sich nämlich benachteiligt.

Foto: kassoum_kone / pixabay (CC0)
Britische Friseure müssen verpflichtend Schneiden von „Afro“-Frisuren erlernen

Der Ausbildungsplan für Friseure folgt, wie oft bei Handwerksberufen, strengen nationalen Vorgaben. In Zukunft müssen im Vereinigten Königreich künftige Friseure in Rücksicht auf Schwarze auch das behandeln von „Afrofrisuren“ erlernen. Dabei machen Schwarze nur einen kleinen Teil der Bevölkerung aus.

Staat gibt Inhalte vor

Der Friseur ist einer der ältesten Handwerksberufe. Wer hierzulande seinen Gesellen- oder gar Meisterbrief erlangen möchte, wird vom Staat streng geprüft. Dabei gibt der Staat vor, welche Ausbildungsinhalte in der Lehre beinhaltet sein müssen. Ähnlich ist die Situation im Vereinigten Königreich. Doch einmal mehr haben Menschen mit afrikanischen Wurzeln ein Thema gefunden, bei dem sie sich benachteiligt fühlen.

„Afro“-Frisuren auf dem Lehrplan

Schwarze Menschen, die gekräuselte Haare haben, fühlen sich von Friseuren ungerecht behandelt. Der Umgang mit gekräuselten Haaren bedarf dabei einer speziellen Ausbildung, die ein normaler Friseur nicht standardmäßig lernt. Wie Die Welt berichtet, hat nun die Regierung Großbritanniens beschlossen, dass jeder künftige Friseur den Umgang mit den gekräuselten „Afro“-Frisuren von Menschen afrikanischen Ursprungs lernen muss. Die Schwarzen hatten sich beschwert, dass sie zu teuren Sonderfriseuren müssen.

Neuer Lehrplan ist reines Politikum

Dabei wird schnell deutlich, dass einmal mehr schwarze Menschen durch Rassismus-Vorwürfe bevorzugt werden. Laut aktueller Volkszählung leben im Vereinigten Königreich nämlich nur gerade einmal drei Prozent Schwarze. Dabei ist auch die Zusammensetzung von asiatischem Haar von der Struktur her anders als Europäisches. Die Asiaten, die sieben Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, beschweren sich hingegen nicht. Auch ist eine landesweite Vorgabe absurd, da sich die Nicht-Weiße Bevölkerung vor allem in den Städten wiederfindet. So hat London einen Anteil von 40 Prozent an nicht-weißen, auf dem Land hingegen leben fast ausschließlich Weiße. Dass der Dorffriseur seinem Lehrling nun dem Umgang mit „Afro“-Frisuren beibringen muss, ist ein reines Politikum.

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