Wirecard: Kurz-Freund Markus Braun bleibt weiter in Untersuchungshaft – Unzensuriert

Die Causa Wirecard hat sich zu einem wirtschaftlichen und politisch brisanten Kriminalfall entwickelt.

Foto: Kaethe17 / Wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Wirecard: Kurz-Freund Markus Braun bleibt weiter in Untersuchungshaft

Der ehemalige Vorstandschef von Wirecard, Markus Braun, Freund und Unterstützter von ÖVP-Bundeskanzler Sebastian Kurz, bleibt weiter in Untersuchungshaft.

Vorwurf des gewerbsmäßigen Betrugs

Der zuständige 2. Strafsenat des Oberlandesgerichts München ordnete die Fortdauer der U-Haft gegen den schillernden und mutmaßlich wirtschaftskriminellen Ex-Manager an. Im Sommer 2020 war das ehemalige an der Frankfurter Dax-Börse notierende Unternehmen nach der Aufdeckung von finanziellen Unregelmäßigkeiten in Milliardenhöhe in die Insolvenz geschlittert.

Der Haftprüfungsentscheidung war eine wochenlange verfahrensrechtliche Auseinandersetzung zwischen dem Verteidigerteam von Braun und der Münchner Staatsanwaltschaft vorausgegangen. Die Strafermittler werfen dem Österreicher Braun und weiteren Wirecard-Führungskräften gewerbsmäßigen Betrug vor. So sollen die Wirecard-Manager Banken und Investoren mit Hilfe manipulierter Bilanzen um rund drei Milliarden Euro betrogen haben, so der Vorhalt der Staatsanwaltschaft München.

Mei-Pochtler benannte Braun in  Think-Tank von Kurz

Unangenehm bleiben die Causa Wirecard und die Ermittlungen gegen Markus Braun auch für den österreichischen ÖVP-Bundeskanzler. Braun war von der Leiterin des Think-Tanks von Kurz, der Unternehmensberaterin Antonella Mei-Pochtler, benannt worden. Über dieses Beratergremium hatte Braun auch Zugang zur österreichischen Bundesregierung.

Zuvor soll Braun in den letzten Jahren auch namhafte Beträge an die ÖVP gespendet haben. In der Bundesrepublik Deutschland beschäftigt sich auch ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss des Bundestages mit der Causa Wirecard, der die Verbindungen von Braun und Co in höchste Politikerkreise beleuchtet.

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