Die Demokratische Republik Kongo: Trotz Rohstoffreichtums bettelarm.

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DR Kongo: Die Hölle auf Erden

Die Demokratische Republik Kongo (ehem. Zaire, nicht zu verwechseln mit der benachbarten „Republik Kongo“) macht wieder einmal Negativschlagzeilen. Das riesige rohstoffreiche Land, in dem seltene Erden (vor allem Koltan) abgebaut werden, schafft es trotz aller Ressourcen einfach nicht, auch nur ein halbwegs funktionierendes Staatsgebilde aufrecht zu erhalten. Als ob das Elend mit Kinderarbeit, Kindersoldaten und permanentem Bürgerkrieg nicht schon groß genug wäre, kommen jetzt auch noch Seuchen dazu.

Malaria, Masern und Ebola

Die von Stechmücken übertragene Malaria rafft sowieso Jahr für Jahr Tausende in ganz Afrika dahin. In der DR Kongo forderte die Malaria im laufenden Jahr bereits über 1.500 Menschenleben, die meisten davon Kinder.

Die schreckliche Ebola-Seuche bricht zusätzlich in unregelmäßigen Abständen immer wieder aus. Grund dafür ist vermutlich die Vorliebe vieler Einheimischer für „Buschfleisch“, was eine Umschreibung für Affenfleisch ist. Manche Affenarten tragen sowohl das Ebola- als auch das HI-Virus in sich, nur wirken sich diese Viren im Affenkörper weit weniger dramatisch aus als beim Menschen.

Medizinische Versorgung kaum möglich

Sämtliche Aufklärungsversuche hinsichtlich dieses Gefahrenpotenzials scheitern jedoch immer wieder am afrikanischen Sinn für Tradition und so forderte die Seuche seit letztem August zwischen 1.400 und 2.300 Leben (genaue Angaben sind aufgrund der Größe des Landes und mangelnder Infrastruktur schwer zu erheben). Inzwischen wurden auch im benachbarten Uganda erste Fälle gemeldet. Die UN testet an den Betroffenen einen experimentellen Impfstoff, der nach der letzten Ebola-Epidemie mit über 11.000 Toten entwickelt wurde.

Seit einigen Monaten kommt nun auch noch eine Masern-Epidemie dazu. Fast 90.000 Verdachtsfälle gibt es schon, die „nur“ etwa 700 bestätigten Fälle werden auf die üblichen Schwierigkeiten zurückgeführt – marode Infrastruktur, keine Kühlkette für Medikamente, kaum medizinisches Personal, zu wenige Labore usw.

Ethnische Säuberungen am laufenden Band

Zusätzlich zum Wüten der Seuchen nimmt auch der ständig schwelende Bürgerkrieg wieder Fahrt auf. Die Lage ist kompliziert; verschiedene Politiker und andere einflussreiche Personen unterhalten von besonders brutalen „Warlords“ angeführte Armeen von Kindersoldaten, um ihre Interessen durchzusetzen und sich an den Schätzen des Landes zu bereichern.

Zusätzlich toben ethnische Konflikte. Die von Norden her eingewanderten Bantu beanspruchen das Land für sich und massakrieren vor allem die eigentlichen Ureinwohner, die Pygmäen (Buschleute). Ursprünglich dem Genozid in Ruanda entflohene Hutu machen den Buschleuten ebenfalls Lebensraum und Ressourcen streitig. Andere Ethnien wie die Lendu und die Hema machten bereits in vergangenen Jahrzehnten mit blutigen Massakern aneinander (Ituri-Konflikt) von sich reden und mischen auch heute wieder kräftig mit.

In ihrem natürlichen Habitat scheinen die afrikanischen Völker jedenfalls nicht besonders viel von „Diversity“ und „Multikulti“ zu halten.

Kannibalismus: Schwer zu überwindende „Tradition“

Dass es nicht nur unter den mit Drogen zugedröhnten Kindersoldaten, die für ihre besondere Grausamkeit berüchtigt sind, immer wieder zu Fällen von Kannibalismus kommt, hat erst im vergangenen Jahr wieder einmal ein UN-Team mit Schrecken festgestellt.

Besonders haarsträubend: Menschenfleisch wird nicht aus Hunger verspeist, sondern aus rituellen Gründen, etwa wenn jemand der „Hexerei“ verdächtigt wird. Herzen getöteter Feinde werden gegessen, um deren Stärke zu erlangen, Kinderblut getrunken, um im Kampf unverwundbar zu sein und sich sogar unsichtbar zu machen. Darüber hinaus lassen sich noch einige Praktiken recherchieren, auf deren Ausführung wir aus Rücksicht auf unsere Leserschaft verzichten.

Ob die Aufklärungsarbeit einiger weniger Helfer, dass diese „Tradition“ des Verzehrens von Menschenfleisch gerade in Zeiten, wo Seuchen im Lande wüten, nicht eben zu einer Eindämmung der Epidemie beiträgt, bei den Afrikanern ankommt? – Wohl eher kann man davon ausgehen, dass sich die Afrikaner als Fachkräfte auf den Weg ins ferne Europa machen.

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