Unter Rot-Grün und Rot-Pink: Kleingärten fast doppelt so teuer wie 2015 – Unzensuriert

Wer sich in Wien den Traum vom Eigenheim erfüllen wollte, schaffte dies oft nur noch in Kleingartenanlagen. Dem hat die Stadt Wien einen Riegel vorgeschoben.

Foto: Ziko van Dijk / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
Unter Rot-Grün und Rot-Pink: Kleingärten fast doppelt so teuer wie 2015

IMMOunited hat die Grundbuchdaten für Wiener Kleingärten analysiert. Demnach lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis im Jahr 2020 bei 802 Euro, was einer Preissteigerung von 93 Prozent gegenüber dem Jahr 2015 bedeutet.

Stadt Wien als Profiteur

Ein großer Spieler auf dem Feld der Kleingartenanlagen ist die Stadt Wien. Sie besitzt aktuell mehr als 13.800 Kleingärten in einer Gesamtgröße von rund 5,4 Millionen Quadratmetern.

Doch das sind nur noch gute zwei Drittel zum Bestand von 1993. Denn seither hat das Rote Wien fast 5.400 Kleingärten versilbert, sprich verkauft. 28 Prozent aller Kleingartenverkäufe wurden von der Stadt Wien getätigt.

Hernals vor Donaustadt und Leopoldstadt

Und dabei schnellten die Preise in die Höhe. Am teuersten sind Kleingärten mit 1.121 Euro pro Quadratmeter in Hernals, gefolgt von der Donaustadt mit 962 Euro und Leopoldstadt mit 729 Euro. Vergleichsweise günstig bekommt man in Hietzing einen Kleingarten. Dort kostet der Quadratmeter 575 Euro.

Anfang des Jahres hat die Stadt Wien beschlossen, den Verkauf von Kleingartenanlagen einzustellen, was vor allem zu Lasten einheimischer Familien geht, die trotz gestiegener Preise ihren Traum vom Eigenheim im Kleingarten erfüllen konnten, was im Vergleich zum Bauland nicht mehr möglich ist. Nicht eingestellt wurde die Versilberung von „Grundstücksjuwelen“ in der Wiener Innenstadt an „Investoren“, wie die FPÖ kritisierte.

Kleingarten

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