Nach dramatischen Zahlen zu Corona-Geimpften ringt Israel um neue Linie – Unzensuriert

Für Israels Bildungsministerin Yifat Shasha-Biton ist die Impfung von Schülern ein „Verbrechen“.

Foto: יעל אורבך / wikimedia.org (CC BY-SA 4.0)
Nach dramatischen Zahlen zu Corona-Geimpften ringt Israel um neue Linie

Die Nachricht, wonach in Israel besonders Geimpfte erneut an Corona erkranken, hat nicht nur bei Unzensuriert-Lesern Aufmerksamkeit erregt.

Anteil Geimpfter im Spital höher als Impfrate

Am Sonntag waren 65 Prozent der Corona-Krankenhauspatienten doppelt geimpft. Dieser Anteil ist höher, als es der Durchimpfungsrate in der Bevölkerung entspricht.

Denn zum Sonntags-Stand waren 59,6 Prozent der Bevölkerung doppelt geimpft, fast eine halbe Million über 60-Jährige sogar schon dreimal binnen eines Jahres. Von diesen waren zuletzt 14 Corona-positiv, zwei benötigten stationäre Krankenhausbetreuung.

Wirksamkeit der Impfung weiter nach unten revidiert

Die Wirksamkeit der Corona-Impfung vor einer Infektion wurde in der Zwischenzeit auf 39 Prozent gesenkt, bei schweren Erkrankungen auf 91 Prozent.

Diese Gemengelage führt zu politischen Debatten, die steigenden Infektionszahlen wieder zu Lebenseinschränkungen bei den Bürgern.

Widerstand gegen Corona-Radikalmaßnahmen auf höchster Ebene

Doch es gibt auch Widerstand gegen die Corona-Radikalmaßnahmen, insbesondere einen neuerlichen “Lockdown” – und zwar auf höchster politischer Ebene.

Während gestern, Montag, erneut Einlassbeschränkungen für Veranstaltungen und öffentliche Einrichtungen in Kraft gesetzt wurden, der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums einen “Lockdown” noch vor dem Monatsende ins Spiel bringt und Ministerpräsident Naftali Bennett alle über 60-Jährigen zur dritten Impfung aufruft, bezeichnete Bildungsministerin Yifat Shasha-Biton die Impfung von Schülern in Schulen als „Verbrechen“ (Israel impft Jugendliche bereits seit Jahresanfang).

Schluss mit “Lockdown”-Drohung

Die seit Juni im Amt befindliche Ministerin fordert, dass ein neuerliches Zusperren „von der Tagesordnung genommen werde“. Und weiter:

Wir haben die Diagramme gesehen – es spielt keine Rolle, ob die Länder einen Lockdown verhängt haben, oder nicht, der Sterblichkeitsverlauf sieht gleich aus.

Geheimdienstminister Elazar Stern schließt sich ihr an:

Wir müssen das Wort ‚Lockdown‘ aus unserem Lexikon streichen.

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