Lieferengpässe beherrschen weiter den Markt: Industrie besonders betroffen – Unzensuriert

Jahrelang setzte die deutsche Industrie auf Billigimporte aus dem Ausland. Das rächt sich jetzt.

Foto: Siemens Pressebild / Wikimedia (CC-BY-SA-3.0)
Lieferengpässe beherrschen weiter den Markt: Industrie besonders betroffen

In der Baubranche fehlen Holz-, Stahl- und Kunststoffprodukte sowie Dämmmaterialien. Laut Ifo-Instituts kämpfte im Juli jedes zweite Hochbauunternehmen mit Lieferengpässen, im Tiefbau war es jedes dritte – alles in allem etwas weniger als im Juni.

Vor allem fehle es an synthetischen Dämmmaterialien und anderen Kunststoffprodukten. Und das bei gleichzeitiger Preisexplosion bei den Rohprodukten PVC, Polystyrol, Polyethylen und Polypropylen seit dem ersten Halbjahr.

Elektronikhersteller und Autoindustrie besonders betroffen

In der Industrie sieht es schlimmer aus und vor allem mit der Tendenz weiterer Engpässe. 80 Prozent der Elektronikhersteller und der Autobauer- und Zulieferer haben mittlerweile Probleme an Chips zu kommen. KTM im oberösterreichischen Mattighofen kann wegen fehlender Sättel und Felgen 40.000 Räder nicht ausliefern. Im Maschinenbau fehlt es an einfachsten Metallbauteilen.

Abhängigkeit von ausländischen Importen rächt sich

Die angespannte Marktlage dürfte sich frühestens im ersten Quartal 2022 entspannen. Bis dahin werden die Preise für die Produkte wohl weiter steigen.

Siemens Gasturbine

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