Tschickstummel-Affäre um Mückstein: Es drohen bis zu 1.000 Euro Strafe – Unzensuriert

Der grüne Gesundheitsminister Mückstein wurde beobachtet, wie er beim E-Roller-Fahren eine brennende Zigaretten-Kippe auf die Straße geworfen haben soll.

Foto: BMKÖS / HBF Trippolt und geralt / pixabay.com
Tschickstummel-Affäre um Mückstein: Es drohen bis zu 1.000 Euro Strafe

Der grüne Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein wurde offensichtlich beim achtlosen Wegwerfen eines brennenden Tschickstummels ertappt. Gegenüber oe24 gab er die Tat zu – ihm drohen nach dem Wiener Reinhaltegesetz Strafen zwischen 50 und 1.000 Euro.

Stummel beim E-Roller-Fahren weggeworfen

Wenn es um Umweltschutz geht, sind die Grünen meistens nur bei den anderen streng. Selbst ist man oft nicht so penibel beim Umgang mit der Natur. Zumindestens so lange, bis man auf frischer Tat ertappt wird, wie Wolfgang Mückstein in Wien, als er von einem Aktivisten der Wiener Anti-Tschickstummel-Initiative „Ploggerei“ beim Wegwerfen eines brennenden Stummels auf einem Radweg im vierten Bezirk beobachtet wurde, wo er auf einem Elektro-Roller unterwegs war.

“Agiert man so als Minister?”

Florian Zach, Mitbegründer der „Ploggerei“, kritisiert den Umweltsünder Mückstein auf seiner Facebook-Seite scharf und meint:

Der Minister schmeißt einfach Giftmüll auf dem Boden in Wieden beim Freihausviertel… Was sagen da Die Grünen Wien dazu? Agiert man so als Minister von Die Grünen?

Mückstein will Summe des potentiellen Bußgeldes spenden

Gegenüber oe24 hat Mückstein zum „Zigarettenskandal“ eine Stellungnahme abgegeben, und er scheint einsichtig:

Selbstverständlich sollten Zigarettenstummel stets ordnungsgemäß entsorgt werden. Dass ich das in der Eile am Montag nicht getan habe, tut mir leid. Am besten sollte man übrigens mit dem Rauchen gar nicht erst anfangen – das schont die Umwelt und die eigene Gesundheit. Deshalb spende ich die Summe des Bußgeldes, das aufs Wegwerfen von Tschickstummel steht, jetzt einmal an die Don‘t Smoke-Initiative der Krebshilfe und organisiere mir einen mobilen Aschenbecher.

Gift-Cocktail in 868 Millionen Wiener Tschickstummeln

In Zigarettenstummeln sammeln sich giftige Substanzen wie Arsen, Blei, Kupfer, Chrom, Kadmium, Formaldehyd, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Nikotin, dazu kommt der Kunststoff Celluloseacetat. Das ergibt eine erhebliche Umweltbelastung durch Chemikalien und Mikroplastik. Nach einer Berechnung von “Global 2000” landen allein in Wien pro Jahr rund 868 Millionen Zigarettenstummeln am Boden, die sich in der Natur erst nach 15 Jahren zersetzen.

Mückstein und Zigaretten

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