Bundestagswahl: Hofft Markus Söder auf Niederlage seiner eigenen Partei? – Unzensuriert

Markus Söder ging nicht als Kanzlerkandidat der CDU/CSU ins Rennen. Man spekuliert, ob er nicht daran interessiert sein könnte, dass seine Partei bei der Bundestagswahl eine Niederlage einfährt.

Foto: Michael Lucan / wikimedia commons / (CC BY-SA 3.0 DE)
Bundestagswahl: Hofft Markus Söder auf Niederlage seiner eigenen Partei?

Am 26. September wird in Deutschland der Bundestag neu gewählt und aktuellen Umfragen glaubend sieht es für die CDU/CSU, die aktuell noch mit Angela Merkel den Kanzler stellt, schlecht aus. Die SPD würde demnach die Schwarzen überholen.

Söder kommt besser an

Ein Detail ist besonders interessant. Für Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, der als CSU-Chef Ambitionen hatte, als Kanzlerkandidat ins Rennen zu gehen, hätten sich laut Umfrage weitaus mehr Wähler  entschieden als etwa für den SPD-Kandidaten Olaf Scholz. Somit hat Söder auch mehr Sympathien als der derzeitige Kanzlerkandidat der Schwarzen. Denn Söder zog sich im internen Rennen zurück und der von Kanzlerin Angela Merkel und der CDU favorisierte Armin Laschet wurde Kanzlerkandidat.

Bekanntlich macht Laschet keine gute Figur im Wahlkampf. Sein Gelächter im Hintergrund während eines Interviews im Zuge der  Hochwasserkatastrophe, die Deutschland schwer traf, wurde sogar in Österreich breit diskutiert. Den Spitznamen „Lahahaschet“ trägt er seither nicht zu Unrecht. Der Tagesspiegel hat vor wenigen Tagen sogar Laschets ganze Pannenserie dokumentiert.

Perfekte Rache

Wie auch immer. Söder und Laschet können offenbar nicht mehr gut miteinander. Und es stellt sich die Frage, ob Söder nicht sogar ein Interesse daran hat, dass die CDU/CSU den ersten Platz verliert. In diesem Fall wäre Laschet für die Wahlniederlage verantwortlich und müsste seinen Hut nehmen. Söders Konkurrent wäre bald Geschichte. Und bei der nächsten Wahl könnte Söder dann Kanzler werden. Würde allerdings Laschet die CDU/CSU auf Platz 1 führen und eine Regierung bilden können, sind Söders Chancen auf den Kanzlersessel gleich bei null. Somit wäre Söders Rache dafür, dass er nicht Kanzlerkandidat werden konnte, perfekt.

Nach außen hin will Laschet davon nichts wissen. Medial ließ er auf die Frage, ob Söder vielleicht ein Interesse an seiner Niederlage habe, um bei der nächsten Bundestagswahl selbst als Unions-Kandidat antreten zu können ausrichten: „Ich glaube, dass er den Sieg will und auch alles dafür tut.“ Ob sich Laschet da wohl nicht irrt?

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