Impfstatus-Nachweis an Arbeitskleidung: Wie Unternehmen die Kurz’sche Drecksarbeit erledigen – Unzensuriert

In einem niederösterreichischen Unternehmen werden die Geimpften gekennzeichnet – und die Ungeimpften damit stigmatisiert.

Foto: James Gathany / wikimedia.org (public domain)
Impfstatus-Nachweis an Arbeitskleidung: Wie Unternehmen die Kurz’sche Drecksarbeit erledigen

Die schwarz-grüne Regierung betreibt immer ungenierter die Diskriminierung von Ungeimpften und Genesenen.

Versuchsballon für weitreichende 1G-Beschränkungen?

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) und Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatten erst am Samstag die “1g-Regel” (“geimpft”) für den Besuch von Discos und Nachtgastronomie für Herbst angekündigt, sollten die Corona-Infektionszahlen weiter steigen. Dann dürfen nur noch Geimpfte diese Vergnügungen konsumieren.

In der „ZIB1“ in der vergangenen Woche wurde Mückstein noch deutlicher, was die Bevorzugung der Geimpften betrifft:

Ich glaube, dass vor einer zunehmend prekärer werdenden Lage im Herbst wir über 1G reden müssen. Ich kann mir das auch ab Oktober durchaus vorstellen.

Geimpfte sollen also einen Teil ihrer Grundrechte wiederbekommen. Nur Geimpfte, obwohl Grundrechte – deshalb heißen sie so – für alle gleichermaßen gelten.

Handlanger der Diskriminierungsfantasien

Kurz und Mückstein könnten aber ihren Diskriminierungswünschen nicht unwidersprochen frönen, gebe es nicht Kollaborateure, die für sie die Drecksarbeit erledigten und das Feld für die Diskriminierung der Ungeimpften und Genesenen aufbereiten.

So die Firma Dynacast, Hersteller von Druckguss-Präzisionssteilen, im Bezirk Wiener Neustadt-Land in Niederösterreich. Gestern, Dienstag, sandte Dynacast-Chef Michael Knecht ein Schreiben an seine Mitarbeiter, wo es heißt:

Bis auf Widerruf ist zur vereinfachten Feststellung des 3G Status am gesamten Firmengelände und für die Dauer der Anwesenheit der ab 24.08.21 erhältliche Statusausweis zu tragen.

An einer von sechs Körperstellen zu tragen

Den Status müssen die Mitarbeiter im Personalbüro melden. Alle vollständig Geimpften und die Genesenen erhalten einen Statusausweis, wo die „Chipnummer/Name/und Gültigkeitsdauer des 3G Status“ festgehalten ist.

Mittels einer Grafik wird gezeigt, an welchen Körperstellen dieser Ausweis sichtbar zu tragen ist.

Arbeitnehmerrechte adé

Die Corona-Status an der Kleidung tragen zu müssen, schafft eine Stigmatisierung jener, die nicht geimpft oder genesen sind. Sie werden schon anhand der Kleidung ausgegrenzt, obwohl die Corona-Impfung doch nach wie vor als freiwillig gilt.

Das Recht auf Privatsphäre und Nichtpreisgabe seiner persönlichen Gesundheitsdaten, wofür Arbeitnehmer jahrzehntelang gekämpft haben, scheint heute außer Kraft, ja völlig uninteressant zu sein; keine Gewerkschaft oder Arbeitnehmervertretung setzt sich dafür mehr ein.

Kein Kommentar zu Einschränkung der Arbeitnehmerrechte

Ohne Rücksicht auf Maß und Angemessenheit wird die “3g-Regel” (“getestet, genesen, geimpft”) bei Dynacast umgesetzt, Würde und Menschlichkeit bleiben auf der Strecke. Angesprochen auf den leichtfertigen Umgang mit den Arbeitnehmerrechten und die Verletzung des Datenschutzes auf betrieblicher Ebene erhielt unzensuriert keine Antwort.

Impfung

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