Mutiger Feuerwehrkommandant will keine politische Werbung für ÖVP machen – Unzensuriert

Die ÖVP baute in ihren Sujets für die Werbekampagne Ehrenamtliche ein. Die Feuerwehl wehrt sich gegen die politische Vereinnahmung (Symbolbild).

Foto: Pressestelle BFK / wikimedia.org (CC BY 2.0)
Mutiger Feuerwehrkommandant will keine politische Werbung für ÖVP machen

Für Unmut sorgt derzeit die politische Werbung der ÖVP in Salzburg, die in 500 Schaukästen zu sehen ist und ehrenamtliche, freiwillige Feuerwehrleute zeigen. Darüber ärgert man sich bei der Feuerwehr.

Auf den Plakaten sind Feuerwehrleute bei einem Einsatz zu sehen. Darauf steht: „Salzburger Volkspartei. Das Miteinander stärken. Mitgefühl, Menschlichkeit und Einsatzwille“.

Missbrauch des Ehrenamtes

Das sei politische Vereinnahmung und Missbrauch des Ehrenamtes, sagte der Landesfeuerwehrverband gegenüber dem ORF. Parteipolitik sei in der Organisation fehl am Platz. Landesfeuerwehrkommandant Günter Trinker wurde noch deutlicher:

Wir sehen es nicht gerne und haben keine Freude, wenn unsere positiven Eigenschaften für Dinge verwendet werden, die nichts mit unserer Organisation zu tun haben. Grundsätzlich hat die Politik nichts in der Feuerwehr verloren. Ich werde mich mit den Verantwortlichen in Verbindung setzen.

“Lob” als Ausrede der ÖVP

Die ÖVP, die offensichtlich glaubt, derzeit alles machen zu dürfen, was sie will, hat aber nicht nur die Feuerwehr in ihre Werbekampagne eingebaut. Mädchen und Buben beim Fußballspielen mit einem Trainer und Kinder beim Musizieren gehören ebenso dazu.

Vom ORF mit der Kritik konfrontiert, hatte der Generalsekretär der Salzburger Volkspartei, Wolfgang Mayer, diese Ausrede parat:

Das war eher als Dank und Vorbild für Österreich gemeint. Es war sicher nicht mit parteipolitischem Hintergrund gemacht. Ich hatte bisher den Eindruck, dass man über dieses Lob und diese Wertschätzung stolz ist, egal, aus welcher Ecke sie kommt. Sollte es ein Problem sein, werden wir die Plakate entfernen und das künftig nicht mehr machen.

Feuerwehr

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