Stadtführung aus dem Urlaub: Grüner Bürgermeister will sich nicht von FPÖler vertreten lassen – Unzensuriert

Innsbrucks grüner Bürgermeister Georg Willi will sich selbst in seinem Urlaub nicht vom freiheitlichen Vizebürgermeister Markus Lassenberger vertreten lassen.

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Stadtführung aus dem Urlaub: Grüner Bürgermeister will sich nicht von FPÖler vertreten lassen

Sein Hass auf die FPÖ muss gigantisch sein. Der Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi von den Grünen hat es nicht verkraftet, dass mit Markus Lassenberger ein Freiheitlicher als erster Vizebürgermeister gewählt wurde und in Folge auch noch die vom Grünen geforderte Abwahl Lassenbergers scheiterte. Innsbruck ist halt nicht Thüringen. Wann immer der grüne Bürgermeister krank sein sollte oder auf Urlaub ist, würde er Kraft Gesetzes von Lassenberger vertreten werden. Und um das zu verhindern, will Willi sich anscheinend sogar im Urlaub nicht vertreten lassen.

„Home Office im Urlaub“

Der Grüne verweilt nun in Italien und hat Lassenberger darüber nicht informiert. Sogar der ÖVP-Vizebürgermeister Hannes Anzengruber ist auf Urlaub, womit der Freiheitliche der einzige Repräsentant ist, der auch in Innsbruck an Ort und Stelle verfügbar ist. Er würde sogar täglich ersucht, ins Rathaus zu kommen, um Schriftstücke zu unterschreiben. Und dennoch meint Willi, dass er Innsbruck von Italien aus kontrollieren könne. Denn er könne seine Amtsgeschäfte vom Mobiltelefon aus erledigen. „Home Office im Urlaub“ eben.

Bekannt wurde diese Groteske aufgrund eines Medienberichts in der Tiroler Tageszeitung. In einer Videobotschaft auf Facebook übt Lassenberger am Verhalten des grünen Bürgermeisters Kritik. Sein Verhalten sei fahrlässig. Willi verstehe nicht, welche Aufgabe und welche Verantwortung mit diesem Amt verbunden sei.

Darf Willi das überhaupt?

Zudem muss es in den Satzungen der Stadtgemeinde bzw. des Landes Tirol zu diesem Thema klare Bestimmungen geben. Eine Stadtregierung aus dem Ausland via Mobilfunk ist dort sicher nicht vorgesehen – vielleicht sollte einer der Verantwortlichen, am besten Lassenberger, dort einmal nachsehen und im Notfall die Gemeindeaufsicht bemühen. Verfahrener kann der Karren ohnehin nicht mehr werden.

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