Nächste Schikanen für häuslichen Unterricht: keine adäquaten Externistenprüfungen und unkooperative Direktoren – Unzensuriert

Offenbar ist es eine Strategie von ÖVP-Bildungsminister Faßmann, Eltern und Schülern im häuslichen Unterricht das Leben möglichst schwer zu machen.

Foto: Andy Wenzel / BKA
Nächste Schikanen für häuslichen Unterricht: keine adäquaten Externistenprüfungen und unkooperative Direktoren

ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann setzt seinen Feldzug gegen den häuslichen Unterricht (immerhin einem Verfassungsrecht!) und freie Lerngruppen in Österreich weiter fort. Wie unzensuriert aus einer Leserzuschrift erfahren hat, wird den Eltern von Kindern, die zuhause unterrichten werden, bei den Externistenprüfungen und neuerdings auch von Seiten der Direktorenschaft das Leben schwer gemacht.

Keine Externistenprüfung auf Gymnasium-Niveau

So wird der Fall einer Familie geschildert, die ihren Sohn unter anderem wegen der Maskenpflicht im Unterricht lieber zuhause unterrichten würde, jedoch davon wieder absehen musste. Der Grund: es finden sich keine Gymnasien, die dem Sohn eine Externistenprüfung (verpflichtend einmal im Jahr, künftig halbjährlich) abnehmen würden.

Es bestünde lediglich die Möglichkeit, die Prüfung an einer Neuen Mittelschule (NMS) abzulegen, die jedoch nicht das Niveau eines Gymnasiums aufweist. Die erbosten Eltern fragen sich zu Recht, wie es sein kann, dass Externistenprüfungen zwar verpflichtend vorgeschrieben sind, jedoch keine Möglichkeiten geschaffen werden, diese auch wahrzunehmen. Man vermutet hier gezielte Schikane und auch eine fehlende Aufwandsentschädigung für die Rektoren der Gymnasien. Der Staat hat offenbar kein Interesse, Prüfungsgeld an Schulen zu bezahlen, obwohl die Kinder im Heimunterricht auf dem selben Niveau und mit den selben Materialen unterrichtet werden.

Druck auf heimische Direktoren?

Fraglich ist zudem, inwieweit derzeit Druck von Seiten des Bildungsministeriums auf Direktoren an den heimischen Schulen ausgeübt wird, Eltern und Schülern mit Tendenzen zu einem häuslichen Unterricht das Leben möglichst schwer zu machen. Denn die Eltern berichten weiters, dass der für sie zuständige Direktor ihrer Schule zunächst einer Externistenprüfung nicht abgeneigt war, nach einer Direktorenkonferenz jedoch plötzlich dieses Vorhaben nicht mehr unterstützen wollte.

FPÖ: Schüler haben Recht auf Heimunterricht

Für FPÖ-Bildungssprecher Hermann Brückl ist das Vorgehen von Faßmann ein Skandal, immerhin müsse man sich auch um die Schüler im Heimunterricht gut kümmern. „Egal aus welchen Gründen auch immer die Kinder vom Unterricht abgemeldet werden, haben sie dennoch das Recht auf Heimunterricht. Und auch dort muss gelten, dass jedes Kind gleich viel wert ist“, so Brückl.

Jedenfalls ist dafür zu Sorgen, dass den Schülern zuhause das gleiche Unterrichtsmaterial und die gleichen Schulbücher zur Verfügung gestellt werden wie jenen Kindern, die sich im Präsenzunterricht befinden. Etwa über eine Online-Plattform, auf der die Lerninhalte samt Beispielen und Hausübungen jederzeit für Schüler und Eltern abrufbar sind. Einen entsprechenden Antrag, der auch die Externistenprüfung umfassen wird, wird die FPÖ bei der nächsten Nationalratssitzung einbringen. Brückl kritisierte zudem auch den Impfdruck auf Schüler:

Die unmoralischen Versuche von ÖVP und Grünen, unsere Kinder samt deren Eltern zur Impfung zu zwingen, müssen beendet werden – die Gesundheit unserer Kinder darf nicht mehr länger aufs Spiel gesetzt werden. Empathie, Wärme und Mitgefühl müssen die Pfeiler der Schul- und Familienpolitik sein und nicht Zwänge oder Druck.

Heinz Faßmann und Sebastian Kurz mit Maske

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