Islamismus-Skandal: WDR distanziert sich nun doch von El-Hassan – und lässt sie vorerst nicht moderieren – Unzensuriert

Für die umstrittene Moderatorin Nemi El-Hassan (am Mikrophon) könnte es jetzt eng werden – der WDR will sie vorerst nicht vor die Kamera lassen.

Foto: re:publica / wikimedia.org (CC BY 2.0)
Islamismus-Skandal: WDR distanziert sich nun doch von El-Hassan – und lässt sie vorerst nicht moderieren

Vor wenigen Tagen kündigte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) an, dass die Ärztin und Journalistin Nemi El-Hassan die Moderation der WDR-Wissenschaftsendung “Quarks” übernehmen soll (unzensuriert berichtete). Dabei handelte es sich jedoch um eine Personalie, die für breite Diskussionen sorgte – El-Hassan wurde unter anderem die Teilnahme an einer islamistischen und antisemitischen Demonstration zum Verhängnis.

Moderatorin hatte an Anti-Israel-Demo teilgenommen

Wie die Bild berichtete, hatte die Medizinerin, die vor ihrem angekündigten Engagement für den WDR bereits für den öffentlich-rechtlichen Internetsender funk tätig war, im Juli 2014 an der antisemitischen und islamistischen “Al-Quds”-Demonstration in Berlin teilgenommen. Der Marsch, der am “Al-Quds”-Tag, dem letzten Tag des islamischen Fastenmonats Ramadan stattfindet, bezieht sich auf den Sechstagekrieg 1967, in dessen Folge Israel Ost-Jerusalem besetzte. Beim “Al-Quds”-Marsch (Al-Quds oder auch Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem) wird vom iranischen Mullah-Regime zur Eroberung Jerusalems aufgerufen.

Nach sieben Jahren: El-Hassan distanzierte sich

El-Hassan, die sich auch auf Twitter ebenfalls wohlwollend über die Iranische Regierung äußerte, auch an anderen antiisraelischen Demonstrationen teilnahm und zudem in der Hamburger “Blauen Moschee” – die nach Erkenntnissen der Hamburger Verfassungsschützer direkt dem iranischen Regime untersteht – gesichtet wurde, hatte sich von ihrer Teilnahme an der Demonstration in 2014 distanziert: Sie bezeichnete es als Fehler und beteuerte, nicht an den antisemitischen Ausschreitungen im Rahmen des Moslem-Aufmarsches beteiligt gewesen zu sein. Obwohl aus Parteien wie der AfD und dem “Zentralrat der Juden” scharfer Protest kam, schienen El-Hassan, die mit sich mit dem WDR im “Austausch” befand, vorerst keine weiteren Konsequenzen zu drohen.

WDR rudert zurück: “Vorwürfe wiegen schwer”

Nachdem der WDR El-Hassan nach Aufdeckung des Skandals anfangs noch verteidigt hatte, ging der öffentlich-rechtliche Sender aus Köln dann doch noch auf Distanz: El-Hassan, die Anfang November ihre erste “Quarks”-Sendung moderieren sollte, wird nun vorerst doch nicht vor der Kamera stehen. “Die Vorwürfe gegen sie wiegen schwer”, teilten die Verantwortlichen des größten ARD-Senders mit, der geplante Start von El-Hassans Engagement in der Sendungs “Quarks” werde vorübergehend ausgesetzt.

Wegen der Schwere der Vorwürfe kündigte man zudem an, diese “sorgsam” zu prüfen; Ebenso wie die Antisemitismus-Vorwürfe wiege es “aber auch schwer, einer jungen Journalistin eine berufliche Entwicklung zu verwehren”.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link