2-G-Regel bei Gemeindetag: Werden morgen auch Kurz und Van der Bellen mit goldenem Armband gekennzeichnet? – Unzensuriert

Bundespräsident Alexander Van der Bellen und ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz droht die Kennzeichnung durch Impf-Armbänder, wenn sie am Donnerstag die Kommunalmesse in Tulln besuchen (Fotomontage).

Foto: Dragan Tatic / BKA und Peter Lechner / HBF und Hans Fröhlich / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
2-G-Regel bei Gemeindetag: Werden morgen auch Kurz und Van der Bellen mit goldenem Armband gekennzeichnet?

Bundespräsident Alexander Van der Bellen und ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz werden morgen, Donnerstag, die Kommunalmesse und den Gemeindetag in Tulln, Niederösterreich, besuchen. Ihnen droht die Kennzeichnung durch ein goldenes Band am Arm.

Militärpolizei kontrolliert

Das Armband muss laut Alexander P. von der Messeleitung jeder Besucher tragen, der entweder geimpft oder PCR-getestet ist. Das werde von Bundesheer-Soldaten streng kontrolliert, sogar die Militärpolizei sei im Einsatz. Ob auch der morgige hohe Besuch solche Armbänder tragen wird müssen? Die Antwort: „Ja, jeder, der das Gelände betritt“, so Alexander P. gegenüber unzensuriert.

Silberne Bänder ausgegangen

Über die Kennzeichnung hatte es heute, am ersten Tag der Kommunalmesse Aufregung gegeben, denn neben den silbernen Armbändern tauchten auch goldene auf. Besucher vermuteten daher, dass zwischen geimpften und ungeimfpten Besuchern unterschieden werde. Doch Messeorganisator P. klärte auf Nachfrage auf:

Ehrlich gesagt, sind uns die silbernen Bänder ausgegangen, weshalb wir nun auch goldene verwenden. Mit einer Unterscheidung zwischen Geimpften und Ungeimpften hat das nichts zu tun.

Genesene dürfen nicht hinein

Verwundert darf man trotzdem sein, weil bei der Kommunalmesse entgegen der österreichweiten Verordnung nicht die 3-G-Regel, sondern eine 2-G-Regel gilt. Laut Alexander P. sei das eine Auflage der Bezirkshauptmannschaft Tulln gewesen. Somit werden Genesene, die sich nicht impfen oder testen lassen wollen, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Behörde entscheidet gegen Virologin

Die Entscheidung der Behörde sorgt für Kopfschütteln. Sogar die Regierungsberaterin und Virologin, Dorothee von Laer, sagte in der Tiroler Tageszeitung (Sonntagsausgabe), dass der Schutz der Genesenen mit dem Schutz der Geimpften gleichzusetzen sei. Der Immunschutz bei Genesenen sei sogar noch stabiler. Bei Genesenen könne man nach 18 Monaten noch Antikörper nachweisen, nach der Pfizer-Impfung sinke der Titerwert um rund sechs Prozent pro Monat. Darüber hat auch der ORF berichtet.

Jeder macht sich eigene Regeln

Ob die Bezirkshauptmannschaft Tulln das auch weiß? Offenbar macht sich derzeit ohnehin jede Behörde, jedes Bundesland (und da vor allem Wien) oder auch Musikschulen, wie im oberösterreichischen Landesmusikschulwerk, wo Schüler ebenfalls den Wegfall des Status „Genesen“ beklagen, seine eigenen Vorschriften bezüglich Corona-Maßnahmen. Das Virus wirkt demnach überall anders. Und keiner kennt sich mehr aus.

Van der Bellen / Kurz / Messe Tulln

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