Steinmeier trauert wegen Wiederaufbau des Stadtschlosses – Unzensuriert

Das wiedereröffnete Berliner Stadtschloss – für Präsidenten Steinmeier “kein Grund zum Jubeln”

Foto: Fridolin freudenfett / wikimedia (CC-BY-SA-4.0)
Steinmeier trauert wegen Wiederaufbau des Stadtschlosses

Am Mittwoch, den 22. September, wurden in Berlin die Museen im wiederaufgebauten Stadtschloss eröffnet. In der Festrede von Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier (SPD) offenbarte dieser seine Trauer über die Wiedereröffnung. Er lobte Black Lives Matter und fordert mehr Kampf gegen den Rassismus.

Präsident versinkt in Selbstscham

Im Berliner Stadtschloss sind ab sofort zwei große Museen zu besichtigen. In der ethnologischen Ausstellung sind völkerkundliche Ausstellungen aus aller Welt zu betrachten, in der asiatischen Ausstellung Relikte aus dem fernen Osten. Doch wie die Junge Freiheit berichtet, sprach der Bundespräsident, statt voller Stolz das Ereignis feierlich zu würdigen, in seiner Rede nur voller Selbstscham darüber, dass dies kein Ereignis der Freude sei:

Die Eröffnung des Humboldt-Forums [Anm.: Neuer Name des Stadtschlosses] ist kein Grund für selbstzufriedenen Jubel. […] Das Unrecht, das Deutsche in der Kolonialzeit begangen haben, geht uns als ganze Gesellschaft etwas an. Denn in unserem Land gibt es auch in der Gegenwart, mitten im Alltag dieser Gesellschaft, Rassismus, Diskriminierung, Herabsetzung von mehrheitlich Fremden

Lob für Black Lives Matter

Die Selbstscham über sein Volk war dem Präsidenten dabei förmlich ins Gesicht geschrieben. Die Last der ewigen Erbschuld des “deutschen Tätervolks” wurde den Zuhörern fast schon mit erdrückender Wucht aufgeladen. Anschließend lobte er noch die linksradikale US-Bewegung „Black Lives Matter“ (deutsch: Schwarzes Leben zählt) in höchsten Tönen. Er sagt, die Bewegung sei dringend notwendig.

Eigentlich großer Grund zur Freude

Dabei sollte die Wiedereröffnung der kaiserlichen Hauptresidenz des zweiten Deutschen Kaiserreichs mehr als Grund genug zum Jubeln sein. Nach der vollständigen Vernichtung im zweiten Weltkrieg gab es durch die Zugehörigkeit des Standorts zu Ostberlin (DDR) keinerlei Hoffnung, dass der imposante Bau jemals wieder aufgebaut wird. Nach viel Kritik und Debatten gleicht es gerade im rot-grün-links regierten Berlin einem Wunder, dass der Bau durchgeführt wurde.

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