So machte Andreas Rabl die einstige rote Hochburg in Wels zur blauen Bastion – Unzensuriert

Andreas Rabl (FPÖ) darf sich in Wels über ein Sensationsergebnis entgegen dem sonstigen Trend freuen.

Foto: Stadt Wels
So machte Andreas Rabl die einstige rote Hochburg in Wels zur blauen Bastion

Die zweitgrößte Stadt Oberösterreichs, Wels, wird auch nach dieser Landtagswahl von einem blauen Bürgermeister regiert. Allein das wäre noch nicht die große Sensation. Aber wie eindrucksvoll Andreas Rabl triumphierte, ist schon bemerkenswert.

Bei Bürgermeisterwahl auf 60 Prozent

Rabl, der im Jahr 2015 die rote Hochburg Wels erstmals blau umfärbte, kam gestern, Sonntag, auf 46 Prozent der Stimmen. Wie populär der Rechtsanwalt in der Stadt mit mehr als 60.000 Einwohnern ist, zeigt auch das Ergebnis bei der gleichzeitig stattgefundenen Bürgermeisterwahl, bei der Rabl auf unglaubliche 60 Prozent kommt und daher in keine Stichwahl muss.

Sensationsergebnis gegen den Trend

Andreas Rabl ist nun weitere sechs Jahre Bürgermeister in Wels und freut sich über ein „Sensationsergebnis gegen den Trend“. Mit wem er regieren wird, ist noch nicht klar. Gegenüber unzensuriert meinte Rabl, dass er mit allen Parteien sprechen werde. Bisher gab es eine Koalition mit der ÖVP. Rabl will die Gespräche mit den anderen Fraktionen so bald als möglich aufnehmen, bis Anfang November muss alles stehen, denn dann gibt es die konstituierende Sitzung im Gemeinderat.

Personelle Konsequenzen

Der Wahlsieger räumt allerdings ein, dass es derzeit schwierig sei, mit den Mitbewerbern zu reden. Grund: Es sei unklar, ob es nach dem desaströsen Ergebnis bei der ÖVP, die von 17 nur noch auf zwölf Prozent kam, und bei der SPÖ, die von 26 auf 24 Prozent zurückfiel, personelle Konsequenzen gibt.

Strikte Sicherheits- und Integrationspolitik

Auf die Frage, wie es ihm gelang, aus einer einstigen roten Hochburg mit Wahlergebnissen für die SPÖ von weit über 50 Prozent eine konstante blaue Bastion zu machen, meinte Rabl:

Das führe ich auf eine jahrelange strikte Sicherheits- und Integrationspolitik zurück. Bei dieser Wahl spielte aber sicher auch mein Amtsbonus und das Zukunftsprogramm für die nächsten sechs Jahre, die wir der Bevölkerung vorgelegt haben, eine Rolle.

In diesem Zukunftsprogramm befindet sich etwa ein „Central Park“ für Wels, in den das Messegelände umgewidmet werden soll.

Viele freiheitliche Vereinspräsidenten

In Wels, so Rabl, sei die FPÖ eine echte Volkspartei geworden. Es gäbe kaum einen Verein, der nicht einen freiheitlichen Präsidenten hat. Zudem habe man nach den Skandalen in der SPÖ-Ära (der Chauffeur des Bürgermeisters verdiente fast so viel wie ein Nationalratsabgeordneter) auf Transparenz großen Wert gelegt. Der Bürgermeister-Chauffeur wurde abgeschafft.

Transparenz stärkte Vertrauen

Nahm Wels bei den Städten zur SPÖ-Zeit bei Transparency International noch einen Platz über 30 ein, so habe man es inzwischen auf den fünften Platz geschafft, bilanziert Rabl stolz. Das würde das Vertrauen in sein hervorragendes Team stärken. Als Erfolgsrezept nennt Rabl aber folgende Ingredenzien:

Wir haben für die Menschen etwas weitergebracht, keine Fehler gemacht, es gibt keine Skandale.

“Corona” spielte keine Rolle

Überraschend sagt Rabl, dass das Thema „Corona“ – im Gegensatz zur Landtagswahl – bei der Kommunalwahl keine Rolle gespielt habe. So habe die Partei MFG (Menschen Freiheit Grundrechte), die mit 6,2 Prozent in den Landtag einzog, in Wels nur 2,9 Prozent der Stimmen erreicht.

Kein Impfdruck auf Mitarbeiter

Rabl betont aber auch, in diesem Punkt stets die Parteilinie vertreten zu haben. Er sei gegen Impfzwang, das habe er immer offen kommuniziert. Die Stadtverwaltung würde auf ihre Mitarbeiter auch keinen Impfdruck ausüben, „das lehne ich entschieden ab“, so Rabl gegenüber unzensuriert. Dort, wo Impfdruck herrsche, würden die Menschen aufhören, zu arbeiten, und es gebe Personalnot, zum Beispiel beim Pflege- oder Krankenhaus-Personal.

Andreas Rabl

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