Nach “Aufsteirern”-Sparversion: Auch Krampus fällt Corona-Maßnahmen zum Opfer – Unzensuriert

Durch die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung kommen immer mehr traditionelle Veranstaltungen unter die Räder. Aber auch ganz generell hat die steirische Politik für Volkskultur nicht viel übrig.

Foto: Holger Uwe Schmitt / wikimedia.org (CC BY-SA 4.0)
Nach “Aufsteirern”-Sparversion: Auch Krampus fällt Corona-Maßnahmen zum Opfer

Seit Jahren gilt der Bereich der Volkskultur in vielen Bundesländern als Stiefkind unter den geförderten Kulturbereichen. So wurden in der Steiermark im Jahr 2020 beispielsweise knapp 68 Millionen Euro an Kultursubventionen ausgeschüttet – die Volkskultur erhielt lediglich fünf Prozent dieser Summe. Der überwiegende Teil fließt in die sogenannte „freie Szene“, dabei handelt es sich teilweise um abstruse Projekte und Installationen. Besonders entlarvend für das fehlgeleitete Kulturverständnis der schwarz-roten Landesregierung ist die Förderung des „Chiala Afrika Festivals“ und seines Projekts „17. Chiala Afrika Festival 2020“ in der Kategorie „Brauchtum und Heimatpflege“.  Dort heißt es im Einleitungstext des Förderberichtes:

Vorgesehen ist die Förderung des steirischen Brauchtums- und Trachtenwesens aber auch die Förderung identitätsstiftender Initiativen und Aktivitäten im Rahmen der Volkskultur.

 Traditionelle Volkskultur liegt im Sterben

Tatsächliche volkskulturelle Veranstaltungen werden hingegen sträflich vernachlässigt. Das beste Beispiel für fehlende Unterstützung aus den Reihen der Politik ist die Absage des über die Landesgrenzen der Steiermark hinweg bekannten „Aufsteirerns“ in der Grazer Innenstadt. Wurde diese tragende Säule des volkskulturellen Zusammenkommens im Vorjahr noch gänzlich abgesagt, fand in diesem Jahr eine abgespeckte Version in ausgewählten Grazer Innenhöfen und mit erlesenem Publikum am Grazer Schloßberg statt (wurde immerhin vom ORF übertragen).

Corona-Maßnahmen tragen zur Verschlechterung der Situation bei

Grund für die Absage und die starken Beschneidungen des „Aufsteirerns“ waren freilich die Corona-Beschränkungen der Bundesregierung. Anstatt dieses Hochfest der Volkskultur mit einem ausgeklügelten Konzept abhalten zu können, entschied man sich in Graz für den einfachen Weg und ließ den volkskulturellen Bereich abermals spüren, welchen Stellenwert er in der Politik genießt. Dies schlägt sich nun auch auf anstehende Brauchtumsfeiern nieder. So berichtet die Kleine Zeitung gestern, Mittwoch, dass Krampusläufe quer durch das Land bereits abgesagt wurden – den Corona-Maßnahmen der Regierung sei Dank!

Freiheitliche als einzige Brauchtums-Unterstützer

Die steirischen Freiheitlichen wurden bereits aktiv und forderten abermals ein Ende der Restriktionen. Klar ist jedoch: Sollte nicht bald ein Umdenken auf politischer Ebene stattfinden, ist es schlecht um unsere Brauchtümer und Traditionen bestellt.

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