3g am Arbeitsplatz, Skilift und Adventmärkten – Unzensuriert

Die Zeit, in der es möglich war, ungeimpft zur Arbeit zu gehen, könnte bald ablaufen. Als ersten Schritt (?) gibt es den Zutritt zum Arbeitsplatz nur mit “3g”-Nachweis.

Foto: geralt / pixabay.com
3g am Arbeitsplatz, Skilift und Adventmärkten

Die türkis-grüne Bundesregierung hat heute, Mittwoch, in zwei Ministerratsvorträgen neuerliche Corona-Maßnahmen-Verschärfungen beschlossen. Es betrifft den Arbeitsplatz, den Wintersport und die Adventmärkte.

Zutritt zum Arbeitsplatz nur mit “3g”-Nachweis

Lange wurde darüber spekuliert, ob “3g” (“getestet, genesen, geimpft”) am Arbeitsplatz kommen wird. Nun ist es so weit: Die neue „3g-Regelung“, die einen Nachweis der geringen epidemiologischen Gefahr durch eine Impfung, Genesung oder Testung voraussetzt, ist ab 1. November die Voraussetzung, um arbeiten zu können. In den ersten beiden Wochen gilt eine Übergangsfrist, in der Beschäftigte, Betreiber sowie Inhaber den Arbeitsort wahlweise entweder mittels 3g-Nachweis oder mittels FFP2-Maske betreten können.

Es drohen Strafen von bis zu 500 Euro für Arbeitnehmer und bis zu 3.600 Euro für den Arbeitgeber.

Auch Skilifte nur mit “3g”

Ab Wintersport-Saisonstart am 15. November wird ebgenfalls die “3g-Regel” eingeführt: Für die Nutzung von Seil- und Zahnradbahnen muss ein gültiger Nachweis vorliegen. Die Verpflichtung zum Tragen einer FFP2-Maske besteht weiterhin. Der 3g-Nachweis soll beim Kartenverkauf kontrolliert werden und bei Jahreskarten etwa eine Freischaltung der Skikarten nur für den Zeitraum der Gültigkeit des jeweiligen Nachweises erfolgen. Das heißt, Ungeimpfte bzw. Gesunde müssen täglich testen gehen.

Zutritt zu Adventmärkten ebenfalls nur mit “3g”-Nachweis

Für Advent- und Weihnachtsmärkte braucht es für den Zutritt ebenso einen 3g-Nachweis, das heißt gültiges negatives Testergebnis, Impfnachweis oder Genesungsnachweis. Zu beachten ist, dass Antigen-Tests nur noch 24 Stunden gültig sind.

“Maximum an komplizierter Verwaltung”

Ob unter diesen Umständen der vom Corona-Wahnsinn geplagte Winter-Tourismus heuer wieder in Schwung kommt, bezweifeln Fachleute: „Die Bundesregierung hat es mit diesem Regelwerk geschafft, den Tourismusbetrieben ein Maximum an komplizierter Verwaltung aufzubürden – und das nach einer Wintersaison 2020/21, die große finanzielle Verluste gebracht hat. Es würde mich nicht wundern, wenn unter diesen Umständen viele Tourismusbetriebe den kommenden Winter finanziell nicht überleben, weil aufgrund der komplizierten Regeln einfach zu wenig Gäste kommen“, meint etwa FPÖ-Tourismussprecher Gerald Hauser.

“Touristen werden großen Bogen um Österreich machen”

„Die Branche hat Planungssicherheit von der Bundesregierung verlangt – herausgekommen ist ein undurchschaubares Konzept mit unterschiedlichen Regelungen für Lifte, Hotels, Restaurants sowie Après-Ski-Lokale. Planbarkeit ist dadurch nicht möglich. Wenn ein Skitourist damit rechnen muss, dass sich von einem Tag auf den anderen die Regeln komplett ändern, dann wird er wohl leider einen großen Bogen um Österreich machen. Die Zeche für dieses Corona-Chaos der türkis-grünen Bundesregierung zahlen die Betriebe und ihre Mitarbeiter“, resümiert Hauser.

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