Trotz Impfung: Deutlich mehr Corona-Infektionen als vor einem Jahr! – Unzensuriert

Im direkten Vergleich zum Nationalfeiertag 2020 zeigt die Corona-Impfung wenig Auswirkungen.

Foto: Tumisu / pixabay.com
Trotz Impfung: Deutlich mehr Corona-Infektionen als vor einem Jahr!

Am Nationalfeiertag ist ein neuerlicher politischer Konflikt um die Corona-Impfung entbrannt. Ein Blick auf die nackten Zahlen zeigt, dass sie das Infektionsgeschehen nicht bremsen konnte. Ob die geringere Hospitalisierungsrate alleine auf ihr Konto geht, ist fraglich.

Schallenberg schiebt FPÖ niedrige Impfquote in die Schuhe

Neo-Bundeskanzler Alexander Schallenberg beklagte, dass es in Österreich im Gegensatz zu anderen Mitgliedsstaaten mit höherer Impfquote leider „eine politische Kraft im Land“ gebe, die dagegen ankämpfe. Wenn man die politische Landkarte und die Impflandkarte übereinander lege, zeige sich dort, wo die FPÖ ein Mitspracherecht habe, eine extrem niedrige Impfquote.

FPÖ-Konter: Kanzler Opfer der eigenen Impf-Propaganda

Die FPÖ reagierte in Person von Generalsekretär Michael Schnedlitz und warf Schallenberg vor, „Opfer der eigenen Impf-Propaganda“ zu sein und diese mit einer umfassenden Information zu verwechseln. Diese werde den Bürgern jedoch nur von der FPÖ geboten, „während alle anderen Parteien – allen voran die in der Regierung vertretenen – die Menschen mit plumper Propaganda und völlig unangemessenen Zwangsmaßnahmen in die Nadel treiben“, sagte Schnedlitz.

Schnedlitz: Impfung wird Pandemie nicht beenden!

Für den FPÖ-Generalsekretär steht angesichts hoher Fallzahlen und wachsender Anteile geimpfter Personen im Krankenhaus auch in Ländern mit sehr hoher Impfquote fest:

Eine Impfung mag auf Basis einer individuellen und freiwilligen Entscheidung für viele Menschen die richtige Wahl sein. Sie wird jedoch das gesamte Infektionsgeschehen nicht merklich mindern und damit auch nicht die Pandemie beenden.

Vergleich mit 2020: Fast um die Hälfte mehr Positiv-Tests trotz Impfung

Tatsächlich legt ein Blick auf die Corona-Zahlen am heutigen Tag im Vergleich zum 26. Oktober 2020 nahe, dass die Freiheitlichen richtig liegen. Trotz des Vorhandenseins und des breiten, auch intensiv genutzten Impfangebots seit Jahresbeginn verzeichnet Österreich aktuell 39.742 positiv getestete Personen. Ein Jahr davor waren es – ganz ohne Impfung lediglich 27.339 Fälle gewesen.  Dieser Wert ist um satte 45,4 Prozent angestiegen.

Weniger Hospitalisierte, etwas weniger Intensivpatienten

Leicht gesunken sind hingegen die Zahlen der Hospitalisierten und der Intensivpatienten. Am 26. Oktober 2020 befanden sich 1.142 Personen (4,18 Prozent der positiv getesteten) in Krankenhausbehandlung und weitere 188 Personen (0,69 Prozent der positiv getesteten) auf der Intensivstation.

Mit heutigem Tag liegen 832 Personen (2,1 Prozent der positiv getesteten) im Krankenhaus und weitere 226 Personen (0,57 Prozent der positiv getesteten) auf der Intensivstation.

Impfung und Medikamente sorgen für mildere Verläufe

Fazit: Auf das Infektionsgeschehen hatte die Impfung offenbar keinerlei Einfluss, es ist aktuell um fast die Hälfte höher als ein Jahr davor. Deutlich gesunken ist die Zahl jener Personen, die einer Spitalsbehandlung bedürfen. Anstatt gesamt 4,87 Prozent sind es nun nur 2,67 Prozent. Verantwortlich für diesen Effekt ist sicherlich zum Teil die Impfung. Doch auch die steigenden Erfahrungen bei der Behandlung der COVID-Infektion und die Verfügbarkeit effektiverer Medikamente hat gewiss daran Anteil.

Kaum eine Verbesserung gab es hingegen beim Anteil jener Menschen, die intensivmedizinischer Pflege bedürfen. Wenn man in Rechnung stellt, dass sich auch unter diesen Patienten vollständig geimpfte Personen befinden, so ist davon auszugehen, dass der Anteil ungeimpfter Personen, die einen besonders schweren Verlauf haben, im Vergleich zu 2020 deutlich zurückgegangen ist. Auch das spricht für den beträchtlichen Einfluss verbesserter Behandlungsmöglichkeiten.

FPÖ wirbt für früheren Einsatz von Medikamenten

Genau darauf legt die FPÖ ihr Hauptaugenmerk. Michael Schnedlitz wirbt für einen verstärkten und frühzeitigen Einsatz von Medikamenten, noch bevor Betroffene ins Spital müssen. „Diesen Aspekt, der bei allen anderen Krankheiten eine Selbstverständlichkeit ist, ignoriert die Regierung bis heute“, kritisiert der FPÖ-Politiker.

Zahlen zeigen: Panikmache völlig unangebracht

Jedenfalls weisen die aktuellen Zahlen trotz der hohen Zahl an positiven Tests darauf hin, dass die Panikmache der Regierung, die nun sogar mit einem Lockdown für Ungeimpfte droht, überzogen ist. Selbst bei doppelt so vielen Fällen wie derzeit, würde die Schwelle, die diesen Lockdown auslöst, kaum erreicht. Eine bessere medikamentöse Versorgung bereits in der ersten Phase einer Infektion würde die Zahl der beanspruchten Intensivbetten wohl weiter senken – mehr als der Zwang zur Impfung, der ab 1. November mit einer 3G-Pflicht am Arbeitsplatz eine neue Dimension erreichen wird.

Frau mit Impfspritze

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