CDU-Politiker Amthor beim Rasen erwischt: Führerschein weg – Unzensuriert

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor ist jetzt schon äußerst umstritten.

Foto: Olaf Kosinsky / wikimedia.org (CC BY-SA 3.0 de)
CDU-Politiker Amthor beim Rasen erwischt: Führerschein weg

Philipp Amthor ist einer der umstrittensten Politiker der CDU. Nach nicht angemeldeten Nebentätigkeiten und Lobbyarbeit für ein US-Großkonzern tappt er nun in das nächste Fettnäpfchen: Er führ in der 70er-Zone 120 und muss nun dafür den Führerschein abgeben.

Beschwerde trotz Beweisfoto

Zuvor versuchte sich Amthor noch aus der Situation hinauszuschlawinern. Er legte Beschwerde gegen das Bußgeld in Höhe von 450 Euro und gegen das einmonatige Fahrverbot ein. Das eigentlich legitime und jedem Bürger zur Verfügung stehende Rechtsmittel war in Amthors Fall allerdings eine große Dreistigkeit: Er behauptete vor Gericht, nicht der Fahrer gewesen zu sein, obwohl es ein eindeutiges Beweisfoto gab. Der Richter glaubte dem Politiker kein Wort.

Belehrerisch, aber selbst ein schlechtes Vorbild

Eine Geschwindigkeitsübertretung ist kein Verbrechen und gilt gerade in Deutschland als „Kavaliersdelikt“. Da Politiker auch nur Menschen sind, besteht dafür eigentlich kein Grund für eine mediale Berichterstattung. Doch bei Amthor ist die Sachlage ein wenig anders: Wenig andere Politiker brüsten sich so offensiv mit juristischem Fachwissen wie Amthor. Der junge Abgeordnete, der selbst Jurist ist, ist bekannt dafür, gebetsmühlenartig seine Gegner bei geringsten Gesetzesverstößen zu belehren.

„Merkels Bubi“

Inzwischen ist der Abgeordnete auch bei der etablierten Medienlandschaft äußerst unbeliebt. Nach vorherigen Skandalen wie dem nicht Anmelden (obwohl gesetzlich so vorgeschrieben) von hochbezahlten Nebentätigkeiten oder dem Arbeiten als Lobbyist bei einem US-Großkonzern hat die Presse wenig wohlgesonnenen Worte für Amthor übrig. So titelt zum Beispiel der Kurier nur hämisch mit Deutschlands peinlichster CDU-Abgeordneter ist jetzt auch Raser und beschreibt, wie Amthor von seinen Gegnern nur noch „Merkels Bubi“ genannt wird.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link