Drama um Job: Spitäler-Chef muss gehen, weil er nicht geimpft ist – Unzensuriert

Wer sich nicht impfen lässt, hat in den steirischen Spitälern kein langes Leben: Jetzt musste sogar KAGes-Chef Karlheinz Tscheliessnigg den Hut nehmen (Symbolbild).

Foto: DarkoStojanovic / pixabay.com
Drama um Job: Spitäler-Chef muss gehen, weil er nicht geimpft ist

Bei Postenbesetzungen kommt es neuerdings nicht mehr auf Leistung an, sondern offensichtlich nur noch darauf, ob jemand geimpft ist, oder nicht. Das trifft ganz besonders auf die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. (KAGes) zu, wo der Chef nun den Hut nehmen muss, da er sich noch nicht „stechen“ ließ.

Für Schützenhöfer sind nicht geimpfte Steirer “schäbig”

Ausgerechnet der Spitäler-Chef ist bis heute nicht gegen Corona geimpft – und das in der Steiermark, wo ÖVP-Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer nicht geimpfte Steirer in der ORF-Pressestunde als „schäbig“ bezeichnet hatte. Unzensuriert berichtete. Das kann natürlich nicht gut ausgehen für den KAGes-Chef Karlheinz Tscheliessnigg, der vor Kurzem gegenüber dem Landeshauptmann seinen Rückzug bekanntgegeben hat.

Impfstatus selbst bekanntgemacht

Bekanntgemacht hat den Impfstatus des KAGes-Chefs Karlheinz Tscheliessnigg paradoxerweise selbst: In einem Interview mit der Kleinen Zeitung kündigte er an, nun doch für eine Impfung bereit zu sein. Und zwar auch mit mRNA-Impfstoff, falls der Totimpfstoff nicht rechtzeitig zugelassen werde.

Die späte Impfbereitschaft des KAGes-Chefs, der als früherer langjähriger Vorstand der Uniklinik für Chirurgie immerhin ein hochdekorierter Mediziner ist, konnte freilich die Wogen der Empörung bei Impfbefürwortern (insbesonders bei Landeshauptmann Schützenhöfer) nicht mehr glätten.

Keine “Schwurbler”

Interessant nur, dass neben Spitzensportlern und Künstlern nun auch immer mehr Ärzte zugeben, noch keine Impfung erhalten zu haben. Und dabei handelt es sich nicht um “Schwurbler”, “Verschwörungstheoretiker” oder gar “Rechtsradikale”, wie sie ÖVP-Bundeskanzler Alexander Schallenberg, ÖVP-Innenminister Karl Nehammer oder der grüne Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein gerne abstempeln.

Mehr Geimpfte als Ungeimpfte in Spitälern

Ob auch der Kollege von Karlheinz Tscheliessnigg, der Geschäftsführer der KRAGes (Burgenländische Krankenanstalten Ges. m. b. H.), Hubert Eisl, um seinen Job zittern muss, seit er in der ORF-Sendung “Burgeland Heute” ehrliche Zahlen aus seinen Spitälern nannte? Auf die Frage des Moderators, wie viele Corona-Patienten in den Krankenhäusern geimpft sind, sagte Eisl: Auf den Normalstationen würden sich 60 Prozent geimpfte, 40 Prozent ungeimpfte Patienten befinden, auf den Intensivstationen wäre das Verhältnis 50:50. FPÖ-Parteichef Herbert Kickl hat das auf Facebook so kommentiert:

Im „ORF Burgenland-Heute“ Studio war vor wenigen Tagen Hubert Eisl zu Gast. Er ist Geschäftsführer der KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten Ges. m. b. H.). Man kann also davon ausgehen, dass dieser Mann weiß, wovon er spricht und definitiv nicht als Verschwörungstheoretiker bezeichnet werden kann. Hört einmal genau hin, was er über die Anzahl von geimpften Personen in den Spitälern zu sagen hat. Sehr interessant!

Spital-Mitarbeiter

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