Impfrate und Corona-Fälle: Sündenbock-Politik ist sachlich falsch – und bedenklich – Unzensuriert

Österreichs Regierung wird nicht müde, den Impffreien die Schuld für den neuerlichen “Lockdown” in die Schuhe zu schieben. Doch dagegen sprechen die Fakten.

Foto: Grook Da Oger / wikimedia.org (CC BY-SA 3.0)
Impfrate und Corona-Fälle: Sündenbock-Politik ist sachlich falsch – und bedenklich

Unzensuriert hat erst gestern, Mittwoch, am Beispiel von Gibraltar gezeigt, dass sich die Inzidenzen nicht von der Corona-Impfrate beeindrucken lassen. So hat die britische Exklave zwar alle seine erwachsenen Bürger gegen Covid-19 geimpft, dennoch nimmt es einen Stockerlplatz ein, was die Inzidenzen betrifft: dritthöchster Wert in ganz Europa.

In 68 Ländern kein Zusammenhang

Auch anderswo zeigt sich dieses Bild. So besagt eine Studie aus den USA, dass „der Anstieg von Covid-19 in keinem Zusammenhang mit der Impfrate in 68 Ländern und 2.947 Landkreisen in den Vereinigten Staaten“ steht.

In der Studie wird darauf hingewiesen, dass in vielen Ländern, etwa (namentlich) der Bundesrepublik Deutschland, argumentiert wird, dass die „anhaltende Zunahme neuer Fälle von Gebieten mit niedrigen Impfraten getrieben werde“ – mit einem Wort: Die Impffreien sind schuld! Doch das ist sachlich falsch, wie die Studie zeigt, denn es „fehlt ein sinnvoller Zusammenhang“ zwischen Impfung und neuen Corona-Fällen.

Blick über den Tellerrand

Das werde auch am Vergleich von Island und Portugal deutlich. Beide Länder hatten im September über 75 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, aber mehr Corona-Fälle pro eine Million Einwohner als Südafrika oder Vietnam mit ihrer Impfquote von zehn Prozent.

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