Postmoderne Lust? – Ein Drittel schaut während Sex aufs Mobiltelefon – Unzensuriert

Das Smartphone scheint inzwischen in allen Situationen der Begleiter von Menschen zu sein – bei wirklich allen.

Foto: cogdogblog / wikimedia.org (CC BY 2.0)
Postmoderne Lust? – Ein Drittel schaut während Sex aufs Mobiltelefon

Eine große Studie aus den Vereinigten Staaten zur Smartphone-Sucht zeigt ein erschreckendes Ergebnis. Jeder Dritte der Befragten gab an, sich sogar während des Geschlechtsverkehrs (!) vom Smartphone ablenken zu lassen.

Aus intimen werden digitale Momente

Wie in der Printausgabe der Kronen Zeitung vom 23. November berichtet wurde, gaben 33 Prozent der Befragten an, dass sie auch während des eigentlich intimsten Moments eines Menschen lieber an die digitale Welt denken. Schaut so etwa postmoderne Lust aus? Die besagten 33 Prozent bestätigten tatsächlich, dass sie regelmäßig nicht nur an das Telefon denken, sondern während dem Sex auch auf das Telefon schauen.

Sogar Telefon beim Fahrradfahren

Doch auch mit anderen Fragen wird aufgedeckt, wie stark die Smartphone-Sucht bereits bei den Menschen verbreitet ist. So gaben 90 Prozent der Befragten an, dass sie während des Fußgehens die meiste Zeit auf das Smartphone schauen. 40 Prozent bestätigten sogar, dass sie dies praktizieren, während sie Straßen überqueren. 30 Prozent gehen sogar so weit, während des Fahrradfahrens die Augen am Telefon zu haben. Vermutlich handelt es sich dabei um das gleiche Drittel, das auch seine „Lust“ nur samt Telefon auslebt.

Abhängigkeit von Digitalisierung (lebens)gefährlich

Zweifelsohne ist das moderne Smartphone Sinnbild für die (post)moderne Kultur. Mag die Digitalisierung durch Smartphones auch unzählige Vorteile mit sich bringen, ist eine Abhängigkeit von dieser immens gefährlich. Wie sehr aber die meisten Menschen, zumindest in den Vereinigten Staaten, schon mehr in der virtuellen als in der realen Welt leben, zeigt die besagte Studie. Und leider auch die Realität – erst kürzlich stürzte ein Kind in Wien in einer Station vor einen einfahrenden U-Bahn-Zug, weil es vor lauter Starren auf den Bildschirm die Bahnsteiggkante übersehen hatte.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Copy link