Ärzten droht Berufsverbot, wenn sie sich gegen Impfung aussprechen – Unzensuriert

Ein Rundschreiben des Ärztekammerpräsidenten Thomas Szekeres sorgt für Aufregung. Ärzten, die von einer Impfung abraten, drohen Sanktionen.

Foto: fernandozhiminaicela / pixabay.com
Ärzten droht Berufsverbot, wenn sie sich gegen Impfung aussprechen

Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres droht den Ärzten in einem Rundschreiben vom 2. Dezember mit Sanktionen, sollten sie Patienten von einer Schutzimpfung gegen das Coronavirus abraten.

“Kein Grund, von Impfung abzuraten”

Im Brief, der unzensuriert vorliegt, schreibt Szekeres:

(…) Im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Pandemie darf klargestellt werden, dass es derzeit aufgrund der vorliegenden Datenlage aus wissenschaftlicher Sicht und unter Hinweis auf diesbezügliche Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums grundsätzlich keinen Grund gibt, Patientinnen und Patienten von einer Impfung gegen COVID-19 abzuraten.

“Allfällige Verletzung wird sanktioniert”

Und am Ende des Schreibens droht der Ärztekammer-Präsident seinen Kollegen:

(…) Abschließend darf darauf hingewiesen werden, dass eine allfällige Verletzung einer Berufspflicht in diesem Zusammenhang durch die Disziplinarorgane der Österreichischen Ärztekammer geprüft wird und bei Feststellung einer solchen dies entsprechend sanktioniert wird.

Szekeres sorgte im Parlament für Eklat

Szekeres erlangte ungewollte Bekanntheit, als er im September wütend den Gesundheitsausschuss im Parlament verließ. Unzensuriert berichtete. Zum Eklat kam es, weil FPÖ-Nationalratsabgeordneter Peter Wurm Szekeres „Falschaussagen“ vorwarf – unter anderem betraf das die Zahl der vollständig Geimpften auf den Intensivstationen. Szekeres sagte im Ausschuss:

Diejenigen Patienten, die heute intensivpflichtig sind, sind alle ungeimpft.

Selbst in der „ZIB2“ im ORF aber hatte Armin Wolf einen Tag davor darüber berichten müssen, dass elf Prozent der Intensivpatienten einen vollen Impfschutz haben.

Arzt / Impfung

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