Der Feind in meinem Bett: SVP-geführte Regierung verschenkt Stellen an Italiener – Unzensuriert

Landeshauptmann Arno Kompatscher (SVP) hat es sich in seinem gut bezahlten Posten bequem eingerichtet. Wichtiges Engagement für seine Landsleute lässt er vermissen.

Foto: Dragan Tatic / wikimedia.org (CC BY 2.0)
Der Feind in meinem Bett: SVP-geführte Regierung verschenkt Stellen an Italiener

Jahrzehntelang mussten die Südtiroler dafür kämpfen, als Volksgruppe in Italien Minderheitenrechte zu erhalten. Erst kürzlich starb der Freiheitskämpfer Sepp Mitterhofer.

Proporz – die Säule der Autonomie

Doch es sind die Nachgeborenen, die die 1992 endlich gewährte Autonomie aushöhlen. Das beklagt der Landtagsabgeordnete Sven Knoll, nachdem bekannt wurde, dass ausgerechnet die SPV-geführte Landesregierung den Proporz torpediert.

Der sogenannte Proporz garantiert, dass die Deutschen in Südtirol auch in der Verwaltung, also einer ureigensten staatlichen und damit italienischen Domäne, nicht untergehen. Sie haben ein Anrecht auf Stellen im öffentlichen Dienst in Südtirol, nämlich in der Stärke der Volksgruppen Deutsche, Ladiner und Italiener. Der Proporz gilt als wichtigste Säule der hart erkämpften Autonomie und sorgt dafür, dass die Südtiroler im eigenen Land Arbeitsplätze finden, eben auch bei öffentlichen Dienstgebern.

Verwaltung immer italienischer

Allein heuer sind laut Autonomiestatut 320 Stellen für die deutsche und ladinische Sprachgruppe vorgesehen (die Ladiner stehen politisch auf der deutschen Seite). Doch weil ein Arbeitskräftemangel herrscht, der sich auch aus der Impfpflicht im Gesundheitswesen ergibt, was viele zur Kündigung veranlasste, hat die Landesregierung diese Stellen an Italiener vergeben (nach 127 Stellen im Jahr 2019 und 183 Stellen 2020). Und das Reservoir an Italienern liegt bei fast 60 Millionen.

Damit wird die öffentliche Verwaltung in Südtirol immer italienischer. Und das Paradoxe daran: Verantwortlich ist maßgeblich der deutschstämmige Landeshauptmann Arno Kompatscher. Statt eine Erhebung zu machen, wie viele Stellen in den nächsten Jahren nachbesetzt werden müssen und gezielte Anwerbeaktionen, auch im deutschen Ausland, zu machen, geht die SVP den bequemeren Weg und gibt die Rechte der Deutschen einfach an die Italiener ab. Knoll kündigt einen entsprechenden Antrag im Landtag an.

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