„Brexit“-Jahrestag: Premier Johnson feiert Austritt aus der EU als Erfolg – Unzensuriert

Großbritannien schaffte “irrsinnig komplexe” EU-Regeln ab und führte Traditionen wieder ein. Premierminister Boris Johnson sieht im “Brexit” noch weiteres Potenzial.

Foto: U.K. Prime Minister / Wikimedia / (CC0 1.0)
„Brexit“-Jahrestag: Premier Johnson feiert Austritt aus der EU als Erfolg

Vor einem Jahr ist Großbritannien aus der EU ausgetreten. Premier Boris Johnson feierte den „Brexit“ gestern, Freitag, in einer Mitteilung als Erfolg. Hat er recht? Feststeht: Die düsteren Szenarien, die vom Mainstream auch in Österreich und der Bundesrepublik Deutschland erwartet wurden, sind nicht eingetreten.

Wiedergewonnene Souveränität

Johnson sah in seiner Bilanz ein Jahr nach Verlassen der Staatengemeinschaft nur Positives:

Wir werden das wahre Potenzial unserer wiedergewonnenen Souveränität ausschöpfen, das gesamte Königreich zusammenbringen und auf ein höheres Niveau heben.

Schnellste Impfkampagne Europas

Die Aufgabe des Vereinigten Königreiches wäre nach dem „Brexit“ gewesen, die Vorteile daraus zu verstärken, „sodass wir als modernes, dynamisches und unabhängiges Land erfolgreich sein können“, so Johnson. Man habe die schnellste Impfkampagne in ganz Europa sichergestellt, indem man schwerfällige EU-Prozesse vermeiden konnte.

„Gesunden Menschenverstand zurückgebracht“

Schließlich habe Großbritannien die „irrsinnig komplexen“ Wein- und Biersteuern der EU abgeschafft und Traditionen wie die Crown Stamp als Eichmaß für Pint-Gläser wieder eingeführt. Der Premierminister betonte:

Wir bauen EU-Regeln und -Bürokratie ab und bringen den gesunden Menschenverstand in unser Regelwerk zurück. Im neuen Jahr wird meine Regierung weiter und schneller voranschreiten, um das „Brexit“-Versprechen einzulösen und das enorme Potenzial zu nutzen, das unsere neuen Freiheiten mit sich bringen.

Scheidung bringt „Kinderkrankheiten“ mit sich

Kritiker des „Brexit“, die vornehmlich aus den 27 EU-Staaten kommen, verstummen dennoch nicht. Das mit Mühe und Not zustande gekommene Handelsabkommen lasse noch Wünsche offen, zollpolitische Regelungen für Nordirland seien noch zu klären, der Austritt aus dem Erasmus-Programm könnte erhebliche Folgen haben, sagen sie. Es scheint, als könnte Boris Johnson auch diese „Kinderkrankheiten“ nach der Scheidung von der EU in den Griff bekommen.

Boris Johnson

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