Nach vier “Lockdown”: Familienbetrieb muss nach 75 Jahren schließen – Unzensuriert

Auf dem Schaufenster verabschiedet sich das traditionelle Familienunternehmen in Wien-Mariahilf mit der Aufschrift “Das Aus nach 75 Jahren”.

Foto: z.V.g.
Nach vier “Lockdown”: Familienbetrieb muss nach 75 Jahren schließen

Nach inzwischen vier harten „Lockdown“ durch die Bundesregierung wird immer mehr der wirtschaftliche Schaden deutlich. Am härtesten trifft es kleine Familienbetriebe. So muss auch ein bekanntes Interieur-Geschäft in Wien-Mariahilf nach 75 Jahren seine Pforten schließen.

Geschäft war nicht weg zu denken

Wer in der Gumpendorfer Straße im sechsten Wiener Gemeindebezirk Mariahilf wohnt, dem ist das Geschäft „Elite Interior“ an der Ecke zur Gfrornergasse ein Begriff. Seit inzwischen 75 Jahren bietet das charmante Geschäft edelste Möbeleinrichtungen an, wobei es sowohl ein modernes Angebot als auch Schätze aus vergangenen Zeiten gibt. Damals, als das Geschäft eröffnete, war Wien noch von den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs besetzt und Mariahilf lag in der französischen Besatzungszone. Viele Jahrzehnte sind seitdem vergangen und für die Mariahilfer ist das Geschäft nicht mehr aus dem Straßenbild weg zu denken.

Kleine Betriebe besonders betroffen

Doch damit ist nun Schluss. Wer heute am Geschäft vorbei läuft, findet in großer Aufschrift auf den Fenstern: „Das AUS nach 75 Jahren!“. Der kleine Familienbetrieb, der Besatzungszeit und Kalten Krieg überlebt hat, wird die Corona-Krise nicht überstehen. Gerade Betriebe wie das „Elite Interior“ sind besonders betroffen. Sie mussten in den vergangenen zwei Jahren vier harte „Lockdown“ in Kauf nehmen. Immer wieder liest man in den Medien von Schließungen solcher Unternehmen durch die Corona-Politik, wie zum Beispiel die Krone berichtete. Mit der “2G”-Regel fallen zusätzlich zahlreiche ungeimpfte Kunden weg, die das Geschäft nicht betreten dürfen – obwohl das Geschäft deutlich weniger Kundenverkehr hat, als große Lebensmittelgeschäfte, die offen sein durften.

Wichtig, Betroffenen ein Gesicht zu geben

Das „Elite-Interior“ ist sicherlich nicht das einzige Geschäft seiner Art, das während der Corona-Krise sein Ende erlebt. Doch es steht symbolisch für die kleinen Unternehmen, die zu Grunde gehen. Es ist dabei wichtig, diesen wenig bekannten, aber zahlreichen Betrieben ein Gesicht zu geben, damit jeder sieht, was die aktuelle Bundesregierung mit ihrer Politik anrichtet. Im Gegensatz dazu freuen sich die internationalen Großkonzerne über einen Konkurrenten weniger, denn diese haben genug finanziellen Spielraum, um durch die Krise zu kommen.

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