Neue Eiszeit zwischen Russland und USA: Ende der Gespräche – Unzensuriert

Die Stationierung von russischen Truppen auf Kuba würde die Vereinigten Staaten massiv in Bedrängnis bringen. Auf dem Bild eine russische RS-12M2 Topol-M Interkontinentalrakete.

Foto: Vitali V. Kuzmin / wikimedia.org (CC BY-SA 4.0)
Neue Eiszeit zwischen Russland und USA: Ende der Gespräche

Nach dem ergebnislosen Gipfel zwischen den Vereinigten Staaten und Russland wurde verkündet, dass man auf Grund fundamental unterschiedlicher Vorstellungen keine weiteren Gespräche mehr führen werde. Doch Russland geht noch weiter: Man erwäge Truppenstationierungen in Kuba und Venezuela.

Keine Ergebnisse bei Gesprächen

Am Donnerstag endeten, wie die Bild berichtet, die Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Russland über die Ukraine und die NATO. Ergebnisse: keine. Russland verlangt eine Garantie, dass es keine weitere NATO-Osterweiterung geben wird, vor allem in Bezug auf die Ukraine. Die Vereinigten Staaten können und wollen dieses Versprechen nicht geben, da es vom Grundgedanken her jedem Staat selbst überlassen sein solle, dem Verteidigungsbündnis beitreten zu wollen.

Russische Truppen auf Kuba und in Venezuela?

Da man hier in einer „Sackgasse“ ist, verkündete Russland, dass man künftig keine weiteren Gespräche über diese Thematik mit den Vereinigten Staaten führen werde. Somit gibt es militärisch eine neue Eiszeit zwischen den zwei Großmächten, die an den Kalten Krieg erinnert. Doch damit nicht genug: Russland schloss ausdrücklich nicht aus, künftig russische Truppen im verbündeten Kuba oder Venezuela zu stationieren – für die Vereinigten Staaten, die in unmittelbarer geographischer Nachbarschaft sind, eine militärisch-taktische Katastrophe.

Erinnert an Kalten Krieg und Kuba-Krise

Ganz unbegründet ist die rhetorische Drohung Russlands nicht. Durch die NATO-Staaten Estland, Lettland, Litauen und Polen sind unzählige NATO-Soldaten direkt an Russlands Grenzen stationiert. Die Vereinigten Staaten liegen jedoch (mit Ausnahme von Alaska) fern vom russischen Einflussgebiet. Die Situation erinnert in deutlich milderer Dimension an die Kuba-Krise 1962 – die Sowjetunion wollte Atomraketen auf Kuba stationieren, da die Vereinigten Staaten ihrerseits welche in der Türkei stationiert hatten. Damals hatte die Sowjetunion einen taktischen Sieg errungen und die Amerikaner zogen ihre Waffen ab – auch die Sowjets ließen ihre Schiffe mit den Kuba-Raketen allerdings abdrehen.

Warschauer Pakt löst sich 1989 auf, NATO besteht bis heute

Allerdings gab es damals noch den Warschauer Pakt, das östliche Gegenstück zur NATO. Seit dem Ende der Sowjetunion und der Wende 1989 gibt es dieses Militärbündnis nicht mehr – die NATO allerdings immer noch, in ihr etliche ehemalige Mitglieder des Warschauer Paktes. Dass Russland sich hier in die Enge getrieben sieht, ist verständlich.

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