Bayrischer Plagiatsexperte wirft Zadić Täuschung bei ihrer Doktorarbeit vor – Unzensuriert

Nach zahlreichen Fällen bei der ÖVP kommen nun auch die Grünen durch eine Plagiats-Affäre unter Druck. Justizministerin Alma Zadić soll bei ihrer Doktorarbeit “getäuscht” haben.

Foto: BKA / Florian Schrötter
Bayrischer Plagiatsexperte wirft Zadić Täuschung bei ihrer Doktorarbeit vor

Haben nun auch die Grünen eine Plagiats-Affäre? Der renommierte Promotionsexperte für Betrug, Plagiat und Fälschung, Manuel Theisen, will in der Doktorarbeit von Justizministerin Alma Zadić „genau die Methode der (bewussten) Plagiateure“ gefunden haben.

Originalzitate fast wortident übernommen

Originalzitate wären fast wortident übernommen worden, die wenigen eigenen Ausdrücke beziehungsweise Worte seien ohnehin nur Paraphrasen, so Theisen nach Betrachtung der Doktorarbeit von Zadić zum Thema „Übergangsjustiz im ehemaligen Jugoslawien“ im Jahr 2017.

85 nicht gekennzeichnete Zitate

Wie exxpress als erstes berichtete, hatte die Überprüfung der Doktorarbeit die Plagiatsprüferin Katharina Renner durchgeführt. Sie sei auf 85 nicht gekennzeichnete Zitate gekommen. Exxpress zitiert dazu auch den Medienwissenschaftler Stefan Weber, der sagt:

Die Arbeit ist sicher wissenschaftlich nicht korrekt. Sie ist für den Leser systematisch irreführend, weil man bei keinem Satz weiß: Was stammt von Frau Zadić, was von jemand anderem?

Verstoß gegen wissenschaftliche Grundregeln

Es werde damit klar gegen die Grundregel verstoßen, eigenes von fremdem geistigen Eigentum zu unterscheiden – “und zwar systematisch. Mit dieser Methode macht es sich die Verfasserin viel zu leicht. Es ist kein wissenschaftliches Arbeiten, wenn ich Sätze von anderen Autoren nur umschreibe.”

Steht ein Rücktritt im Raum?

Justizministerin Zadić reagierte auf die schweren Vorwürfe bis dato noch nicht. Steht ein Rücktritt im Raum? Jedenfalls darf es diesbezüglich keine Doppelmoral bei den Grünen geben, die – nach den Plagiats-Vorwürfen gegen ÖVP-Arbeitsministerin Christine Aschbacher – eine sofortige Überprüfung der Arbeit forderten. Aschbacher musste im Jänner 2021 – also genau vor einem Jahr – zurücktreten.

Auch ÖVP-Familienministerin soll “getäuscht” haben

Zuletzt geriet auch ÖVP-Familienministerin Susanne Raab unter Beschuss, weil sie bei ihrer Diplomarbeit „getäuscht“ haben soll. Der bei den Türkisen bereits gefürchtete „Plagiatsjäger“ Stefan Weber sprach auf seinem Blog von „Plagiate und Quatsch“. Unzensuriert berichtete.

Alma Zadic

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