„Wie bei einem Terroranschlag“: 25 Polizisten rückten gegen ein paar maskenlose ÖBB-Fahrgäste aus – Unzensuriert

Polizei-Großeinsatz bei der ÖBB-Haltestelle “Bregenz Hafen”, weil sich eine kleine Gruppe weigerte, im Zug eine Maske aufzusetzen.

Foto: ÖBB / Michael Fritscher und unzensuriert.at
„Wie bei einem Terroranschlag“: 25 Polizisten rückten gegen ein paar maskenlose ÖBB-Fahrgäste aus

Von einem „Albtraum“, einem „Polizeieinsatz wie bei einem Terroranschlag“ sprachen Augenzeugen eines Vorfalls, der sich am vergangenen Sonntag gegen 18.00 Uhr in einem ÖBB-Zug in der Station „Bregenz Hafen“ abgespielt hat. Gleich 25 Polizisten rückten an, um eine kleine Gruppe von Fahrgästen zum Maskentragen zu zwingen.

“Wieso muss dieses Folterinstrument noch getragen werden?”

Roswitha P. hat die Szene beobachtet. Sie sagte gegenüber unzensuriert:

Es saß eine friedliche Gruppe von Menschen, maskenfrei, da wir alle nicht mehr einsehen, wieso dieses Folterinstrument noch getragen werden soll, im vorderen Zugabteil. Da stieg der Lokführer ohne Maske ein und herrschte die Leute wutentbrannt an, rannte in seine Kabine und rief die Polizei. Er gab durch den Lautsprecher durch, dass der Zug nicht fährt, bevor nicht alle eine Maske oben hätten.

Maske beim Fackelzug gegen Corona-Maßnahmen verbrannt

Tatsächlich war wenige Minuten später eine Truppe von 25 Polizisten da, erzählt die Augenzeugin weiter, die anrückten, „als wäre ein Terroranschlag auf die Bahn geplant gewesen“. Eine Mutter mit Kleinkind musste den Zug verlassen, sie hatte keine FFP2-Maske dabei, weil sie diese zuvor bei einem Fackelzug gegen die Corona-Maßnahmen in Bregenz öffentlich verbrannt haben soll – hier ein Bild von der „Maskenverbrennung“ in der Vorarlberger Hauptstadt:

Unzensuriert hat Videos vom Polizeieinsatz, die Augenzeugen uns zusandten, zusammengeschnitten:

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Wütendes Schreiben an ÖBB-Kundenservice

Nach dem Vorfall reagierten die Fahrgäste wütend. In einem Brief an den ÖBB-Kundenservice heißt es unter anderem:

…Kommen Sie mir bitte nicht mit Gesetzen, denn es dürften auch Sie wissen, dass sich die Regierungsmitglieder nicht daran halten, denn sonst dürften sie nicht maskenlos auf einer Spendengala singen, tanzen und saufen. Der Kanzler dürfte nicht maskenlos in enger Runde auf einer Schihütte sitzen. Der Chefredakteur vom Falter darf maskenlos im Zug sitzen, hier war (Gott sei Dank) kein Blockwart zur Stelle. Richten Sie diesem unmenschlichen Lokführer aus, es gibt auch eine Zeit nach Corona und Mitläufer waren noch nie beliebt…

Polizei bestätigte Vorfall

Die Landespolizeidirektion Vorarlberg bestätigte diesen Vorfall. Ob es genau 25 Polizisten gewesen sind, die hier im Einsatz waren, könne man nicht genau sagen, jedenfalls wären es mehrere Beamte gewesen. Auf die Frage, warum auch eine Frau mit ihrem Kleinkind aus dem Zug geworfen wurde, antwortete die Pressestelle der Polizei:

Aus dem Zug wurde nur jemand verwiesen, der sich weigerte, eine Maske zu tragen.

Grundsätzlich hielten sich die Einsätze in den ÖBB-Zügen aber in Grenzen.

ÖBB: Maskenpflicht ist einzuhalten

Von der Pressestelle der ÖBB hieß es, dass die behördlich verordnete FFP2-Maskenpflicht einzuhalten sei, und weiter:

Wenn sich allerdings Fahrgäste trotz Kenntnis der Regeln beharrlich weigern, sich an die behördlich verordnete Maskenpflicht zu halten, dann führt das unweigerlich zum Ausschluss von der Fahrt. Wird der Zug dann trotz alledem nicht verlassen, ist unser Personal angewiesen, die Polizei zu verständigen.

Polizei / ÖBB Bregenz Hafen

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